„Projekt Neue Nachbarschaft“ kennt nur Gewinner

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Bonn. Der bundesweite Wettbewerb „Projekt Neue Nachbarschaft“ zeichnet alle 22 nominierten Projekte mit einem Anerkennungspreis in Höhe von 2000 Euro aus. Zehn Projekte erhalten darüber hinaus einen Förderpreis, mit dem sie ihr Vorhaben maßgeblich voran bringen können. Der Betrag orientiert sich dabei am konkreten Bedarf und variiert zwischen 1000 und 8000 Euro.

„Jedes einzelne Projekt stellt sich auf ganz besondere Weise einem wichtigen Thema. Die Macher sind gleichermaßen kreativ und engagiert und das wollen wir mit dem Anerkennungspreis für alle 22 Nominierten wertschätzen“, sagt Frauke Burgdorff, Vorstand der Montag Stiftung Urbane Räume, die den Preis ausgelobt hat. „Die Jury der Stiftung hat alle 22 Projekte vor Ort besucht und festgestellt, dass jedes Projekt spezifische Qualitäten hat, die ausgezeichnet und zur Nachahmung empfohlen werden sollten“, so Burgdorff.

„Vielfach wird ja behauptet, nachbarschaftliche Gemeinschaften würden der Individualisierung zum Opfer fallen, die Menschen würden sich zunehmend in virtuellen Räumen bewegen und hätten keine Zeit mehr, sich um ihre Nachbarn zu kümmern. Der Wettbewerb mit seinen 623 eingereichten Projekten spricht eine andere Sprache“, meint Projektleiter Marcus Paul. Es gäbe viele Menschen die Ideen hätten, ihre private Zeit offenherzig investieren würden und Verantwortung für das Zusammenleben vor Ort übernehmen wollten.

Die Spannweite und der Charakter der Projekte sind groß. Manche setzen sich ganz intensiv für den Erhalt oder die Verbesserung von Freizeit-und Kultur-angeboten ein. Andere kümmern sich um die Nahversorgung in ihrer Nachbarschaft oder entwickeln gar ganz neue Ideen für die Zukunft ihres Dorfes. Viele beschäftigen sich mit Fragen der Migration, Integration und des gemeinsamen Wohnens in einer bunten Nachbarschaft.

„Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass alle ausgezeichneten Projekte einen strukturell wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten und weit mehr sind als ehrenamtliche Sahnehäubchen“, meint Frauke Burgdorff. In diesen privaten Initiativen stecke viel positive Energie, die von Politikern und Verwal-tungsleuten in den Kommunen für die Stadtentwicklung genutzt werden könne. „In der Zusammenarbeit knirscht es zwar noch häufig, aber in den Kommunen reift die Erkenntnis, dass viele Probleme nur mit Unterstützung aus der Zivilgesellschaft lösbar sind.“ Diesen Prozess wolle die Montag Stiftung Urbane Räume auch künftig befördern, Projekte konkret unterstützen und den Dialog zwischen kommunalen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen verbessern.

Informationen zum Wettbewerb und den Preisträgern finden Sie auf www.neue-nachbarschaft.de und www.montag-stiftungen.de

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