Die Rentenkommission hat in ihrem heute vorgestellten Bericht auf die große Bedeutung der Sozialpartner zur stärkeren Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) hingewiesen. Hier bietet sich nach Ansicht der R+V das Sozialpartnermodell als ideale Lösung an, denn Arbeitnehmer haben deutlich höhere Renditechancen und Arbeitgeber werden entlastet.
Die Position der Rentenkommission zur Rolle der Sozialpartner bei der stärkeren Verbreitung der bAV ist nach Auffassung der R+V Versicherung ein wichtiger Meilenstein. „Ein durch die Gewerkschaften und Arbeitgeber vereinbartes Vorsorgemodell kann zu einer größeren Akzeptanz und damit zu einer größeren Verbreitung führen. Als optimale Lösung bietet sich hier das bereits existierende Sozialpartnermodell an“, betonte die Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung AG, Claudia Andersch, nach der Vorstellung des Berichts der Rentenkommission am heutigen Dienstag. Die Rentenkommission hatte empfohlen, dass im Rahmen eines „Sozialpartnerdialogs“ konkrete Maßnahmen erarbeitet werden sollen, um die Verbreitung der bAV insbesondere in bisher unterversorgten Bereichen deutlich zu erhöhen.
„Das Sozialpartnermodell hat für alle Beteiligten Vorteile. Die Gewerkschaften können für die Arbeitnehmer die Höhe der Beiträge, das Risikoniveau und auch die Schutzmechanismen aktiv mitbestimmen“, hob Andersch hervor. „Gleichzeitig werden die Arbeitgeber entlastet, denn sie zahlen vereinbarte Beiträge und müssen keine feste Rentenhöhe oder Verzinsung mehr garantieren. Das macht die betriebliche Altersvorsorge für die eigenen Mitarbeitenden planbar. Das Sozialpartnermodell ist damit die zeitgemäße Antwort auf den Wandel der betrieblichen Vorsorge. Durch eine branchenübergreifende Öffnung der Sozialpartnermodelle könnten bundesweit mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Chance auf eine betriebliche Altersvorsorge bekommen.“
„Generell haben die Beschäftigten im Sozialpartnermodell höhere Renditechancen bei ihren Betriebsrenten. Durch den Verzicht auf starre Garantien ermöglicht es einen höheren Aktienanteil bei der Kapitalanlage“, ergänzte Andersch. „Gerade bei langen Laufzeiten bieten Aktien höhere Chancen auf Wertsteigerungen, während die im Sozialpartnermodell enthaltenen Sicherheitskomponenten zugleich die Betriebsrenten vor großen Marktschwankungen schützen.“ Die R+V ist einer der größten Anbieter für die betriebliche Altersversorgung in Deutschland und hat 2022 als bundesweit erster Anbieter in der Chemieindustrie ein Sozialpartnermodell für eine ganze Branche eingeführt.
Das Sozialpartnermodell
Beim Sozialpartnermodell organisieren Gewerkschaften und Arbeitgeber über Tarifverträge die Betriebsrenten der Beschäftigten. Die Arbeitgeber zahlen für die Mitarbeitenden die Beiträge ein, sind aber zugleich von der Haftung für die spätere Rentenhöhe befreit. Die Arbeitnehmer erhalten lebenslange Leistungen sowie sofort unverfallbare Anwartschaften, das heißt, bei einem Jobwechsel bleiben die Ansprüche erhalten. Beim 2022 für die Chemiebranche eingeführten Sozialpartnermodell der R+V ist ein Aktienanteil – je nach Marktlage – von mindestens 10 bis maximal 80 Prozent möglich. Zugleich sichern verschiedene Risikopuffer die Renten der Beschäftigten vor extremen Marktschwankungen ab.
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