Rheinische Post: Arbeitsschutzkontrollen in Deutschland stark rückläufig

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Der Schutz der Bürger vor Gefahren am
Arbeitsplatz wird in Deutschland immer weniger kontrolliert. Die Zahl
der Prüfer ist gesunken, die der Betriebe gestiegen, und der Abstand
zwischen zwei Kontrollen hat sich im bundesweiten Durchschnitt auf
rund 20 Jahre verdoppelt. Das geht aus einer Antwort der
Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken für den Zeitraum 2007 bis
2017 hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag)
vorliegt. Danach reduzierte sich die Anzahl der
Arbeitsschutzkontrollen um fast die Hälfte von rund 347.000 auf
182.000. Am stärksten ging die Überwachung im Gaststätten- und
Hotelgewerbe, in den Bereichen Nahrungsmittel, Autowerkstätten,
Tankstellen, Holzverarbeitung und Verkehr zurück. Zugleich stieg die
Zahl der zu prüfenden Betriebsstätten um acht Prozent auf 2,46
Millionen sowie von deren Beschäftigten um 14,5 Prozent auf 31,3
Millionen. Die Gesamtzahl der Beanstandungen sank aber um die Hälfte
auf 352.000. Die Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit der Linken
im Bundestag, Jutta Krellmann, sagte: „Die Zustände beim
Arbeitsschutz in Deutschland sind einer Industrienation im 21.
Jahrhundert unwürdig.“ Internationales Recht werde gebeugt.
Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten würden mutwillig
gefährdet. Die Regierung müsse sofort mehr Personal einstellen, um
wieder flächendeckend und regelmäßig die Betriebe zu kontrollieren.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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