Rheinische Post: Betongold mit Risiko Von Horst Thoren

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Mal ehrlich! Hat sich Ihr Einkommen in den
vergangenen 15 Jahren drastisch erhöht? Wenn nicht, trifft Sie diese
Nachricht hart: In manchen Branchen sind die Preise so deutlich
gestiegen, dass sie weit über dem Einkommenszuwachs liegen. Beim Bau
zum Beispiel zogen die Preise um 40 Prozent an. Wären nicht die
Zinsen so niedrig, müssten viele Normalverdiener den Traum vom
Eigenheim sofort aufgeben. Doch die Banken geben derzeit gern und
großzügig günstiges Baugeld aus. Das ist nicht ohne Risiko. Wer
heutzutage in „Betongold“ investiert, spürt den Wertverfall des Euro
besonders. Und dennoch wollen viele gerade jetzt ein Häuschen bauen
oder kaufen. Denn: Das Vertrauen ins Geld schwindet – wie seine
Kaufkraft. Da liegt es nahe, sich den Traum vom eigenen Heim zu
erfüllen. Dabei drohen zwei wesentlichen Gefahren: Zum einen spiegelt
der derzeitige Preis für Immobilien nicht zwingend den tatsächlichen
Wert wider; es wird also nicht selten zu viel gezahlt. Zum anderen
ist der Niedrigzins nicht auf Dauer sicher. Betongold hat damit ein
recht hohes Schuldenrisiko.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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