Rheinische Post: Güllner: Wähler lassen sich von Umfragen nicht beeinflussen – Grenzfall FDP

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Trotz der zahlreichen Umfragen vor Wahlen in
Deutschland treffen die Wähler nach Einschätzung des Geschäftsführers
des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, eine
unabhängige und souveräne Entscheidung. Es gebe nur eine kleine
Gruppe, die womöglich genau auf Umfragen schaue – und das seien
potenzielle Wähler der FDP, sagte Güllner der Düsseldorfer
„Rheinischen Post“ (Samstag). Sie wollten ihre Stimme nicht
verschenken, wenn die Liberalen unter der 5-Prozent-Hürde taxiert
würden. Nach Umfragen vor der Landtagswahl in Bayern an diesem
Sonntag liegt die FDP bei 5,5 Prozent. 2013 hatte sie mit 3,3
Prozent den Einzug ins Parlament verpasst. Für die Politiker sei es
enorm wichtig zu wissen, wie es um die Gunst der Wähler bestellt sei,
sagte Güllner. Sie könnten sich dann besser wappnen. Er verwies
darauf, dass Konrad Adenauer sich nicht von der Wiederaufrüstung
Deutschlands nach dem Krieg habe abhalten lassen, obwohl eine breite
Mehrheit dagegen gewesen sei – und er sei eindrucksvoll wiedergewählt
worden. Ein Rätsel sei ihm die CSU im Umgang mit der AfD. Die Partei
von Horst Seehofer habe nicht verstanden, dass sie die AfD nur
„aushungern“ könne, um Wähler wiederzugewinnen – das geschehe aber
nicht, indem man ihr immer wieder neue Nahrung für
Auseinandersetzungen gebe.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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