Rheinische Post: Kommentar: Die Mutigen zeigen, was in ihnen steckt

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Iglo und Danone preschen mutig vor: Mit der
Einführung der Nährwertkennzeichnung Nutriscore übernehmen sie ein
System, das von vielen Verbraucherschützern befürwortet und gefordert
wird. Dass das Herstellern von Süßwaren nicht schmeckt, ist klar.
Niemand druckt gern freiwillig rote oder orange Bewertungen auf seine
Produkte. Doch Transparenz kommt beim Verbraucher gut an. Und siehe
da: Ein Schokopudding von Danone hat auch “nur” eine orange
Bewertung, die zweitschlechteste im Nutriscore-System. Es geht also
doch. Zu behaupten, eine grüne Bewertung käme einer unlauteren
Werbeaussage gleich, ist ausgemachter Unsinn. Schließlich gibt die
Farbe nur die Anteile von Fett, Zucker und Eiweiß wieder, die ohnehin
schon auf der Verpackung stehen – nur eben als Zahl, klein und in
einer Tabelle. Also äußerst unattraktiv und, wenn möglich, noch in
einer Falz versteckt. Der Verbraucher kann also, wenn er will, schon
lange erkennen, was in seinen Lebensmitteln drin ist. Dennoch wehrt
sich der Lebensmittelverband im Namen seiner Mitglieder dagegen,
diese nicht unwesentliche Information deutlich sichtbarer und
eingängiger zu präsentieren. So als würde man dem Kunden lieber
weiterhin verschweigen, was er da eigentlich isst.

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