Rheinische Post: Kommentar / Kommunalpolitiker verdienen mehr Respekt = Von Thomas Reisener

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Die Studie der Ruhr-Universität bricht eine
überfällige Lanze für das kommunalpolitische Ehrenamt. In den
Stadträten und Kreistagen des Landes wird mehr gearbeitet als
gedacht: Rund 30 Stunden Freizeit im Monat widmen die Mandatsträger
dort ihrem Ehrenamt, und sie verzichten dabei auf den Großteil der
vorgesehenen finanziellen Entschädigungen. Das ist ehrenwert gerade
vor dem Hintergrund der Geringschätzung, der Kommunalpolitiker oft
ausgesetzt sind. Überregionale Medien führen sie gerne als tumbe
Provinzpolitiker vor, die mit unbeholfenen Formulierungen um
Aufmerksamkeit buhlen. Auch im Privaten stehen sie unter
Dauerbeschuss, weil man sie so wunderbar einfach mit allem
konfrontieren kann, was „die Merkel“ oder „der Schulz“ da gerade
wieder verzapft. Kaum jemand fragt, warum Kommunalpolitiker sich das
antun. Vielleicht, weil die meisten von ihnen tatsächlich einfach nur
die Welt ein wenig verbessern wollen? Wer meint, es besser zu wissen,
muss es ja nicht beim Kopfschütteln belassen. Das kommunalpolitische
Engagement steht jedem offen. „Handeln statt Meckern“ ist nicht nur
im Privaten eine bewährte Devise.

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