Rheinische Post: Kommentar / Neuer Kampf um Rom = Von Lothar Schröder

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Was immer die Bischofssynode zu Rom in ihrer
nahen Abschlusserklärung noch präsentieren wird – den Geist des
Aufbruchs wird sie kaum verbreiten können. Denn all die
Positionskämpfe im Vorfeld und während der Synode lassen die
Beratungen wie ein zähes Ringen erscheinen. Dabei wird über die
Glaubensgemäßheit von Lebensentwürfen diskutiert, die längst zum
gesellschaftlichen Alltag gehören. Die Kirche muss dem nicht folgen,
sie muss auch nicht nachvollziehen, was die Moderne ihr vorgibt.
Wovon Kirche allerdings nicht befreit werden darf, ist die mutige und
ehrliche Selbstbefragung, wo der Glauben ethische Leitplanken
vorgeben soll und wo die Diskriminierung von Menschen beginnt: ob
etwa das Sakramentverständnis der Ehe Menschen in homosexuellen
Partnerschaften ausschließen darf. Zur frohen Botschaft gehört auch
der Geist der Communio, der Gemeinschaft der Gläubigen. Sich daran zu
erinnern, muss in theologischen Debatten erlaubt sein. Die Menschen
warten. Und sehr viele von ihnen auf Zeichen eines ehrlichen
Aufbruchs.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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