Rheinische Post: Kommentar: Offener Judenhass

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Ein junger Israeli mit Kippa wird in Berlin von
einem arabischen Jugendlichen attackiert und beschimpft. Es ist
offener Judenhass, der auf dem im Internet kursierenden Video zu
sehen ist – selbst wenn das Opfer gar kein Jude ist. Ein Einzelfall?
Eher nicht. Antisemitische Übergriffe durch muslimische Personen sind
Alltag, man muss nur mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinden oder
Sicherheitsexperten reden. Genaue Zahlen gibt es nur deswegen nicht,
weil antisemitische Vorfälle in der Kriminalstatistik unter politisch
motivierte Fremdenfeindlichkeit subsumiert werden. Das ist zu grob.
Dieses Land braucht Klarheit über die Zahl der Vorfälle und klare
Antworten. Judenhass darf in Deutschland keinen Platz haben, das gilt
für alle, die hier leben wollen, auch Zuwanderer. So hat es
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble treffend gesagt. Wir dürfen uns
an Judenfeindlichkeit nicht gewöhnen, wie es in manchen französischen
Stadtteilen passiert. Es fängt bei einer Bestrafung junger Täter wie
dem hasserfüllten Schläger aus Berlin an. Was macht eigentlich der
Antisemitismus-Beauftragte?

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