Rheinische Post: Kommentar:Überforderte Behörden

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Die einst so hoch gelobte deutsche Bürokratie
scheitert an den Herausforderungen der Flüchtlingskrise. Was in der
Silvesternacht mit Fehlplanung und Ohnmacht der Kölner Polizei
begann, hat sich im Laufe des Jahres zu einem kaum fassbaren
Organisationsversagen gesteigert. Erst wurden die Flüchtlinge
lückenhaft erfasst, später stellte sich heraus, dass nicht wenige
unter falschen Namen mehrfach registriert wurden. Der Berg der
Asylanträge wächst, obwohl die Zahl der Zugereisten sinkt. In der
Terrorabwehr gibt es, so zeigte sich beim Anschlag auf den
Weihnachtsmarkt in Berlin, erhebliche, kaum nachvollziehbare
Sicherheitslücken. Wie kann es sein, dass der mutmaßliche Attentäter
Amri zwar als Gefährder bekannt war, sich aber frei im Land bewegen
konnte? Bis 2016 galten die Deutschen weltweit als Meister im
Organisieren. Am Ende des Jahres steht fest, dass es an
Professionalität mangelt. Unserer Bürokratie fehlt es offensichtlich
an fähigen Krisenmanagern und Kommunikationsstrategen. So ist im
neuen Jahr kein Staat zu machen.

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