Rheinische Post: SPD-Chef Gabriel schlägt EU-weite Sperrungen von Konten reicher Griechen vor

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Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat
vorgeschlagen, EU-weit Konten von wohlhabenden Griechen zu sperren,
die ihrem Heimatland Steuern schulden. „Wir haben Herrn Tsipras
angeboten, Konten von wohlhabenden griechischen Bürgern einzufrieren,
die ihrem Heimatland Steuern schulden. Das Angebot steht, aber
griechische Finanzbehörden müssen dafür schon selbst tätig werden“,
sagte Gabriel der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Samstagausgabe). Die EU sei außerdem bereit, mit Personal beim
Aufbau des Staates zu helfen oder Investitionsmittel aus dem
Juncker-Plan gezielt für Griechenland zu nutzen, so Gabriel. „Aber
dazu muss jetzt endlich mal Schluss mit den Spielchen sein, die die
neue Regierung seit Wochen treibt.“ Voraussetzung für Hilfen sei,
dass Athen die bisher getroffenen Reformvereinbarungen akzeptiert.
Die Gespräche zwischen Griechenland und Russland sieht Gabriel
gelassen: „Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass
irgendjemand in Athen wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielt,
Europa den Rücken zuzukehren und sich Moskau in die Arme zu werfen.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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