Sachse-Anhalt/Gesundheit/Corona / Mehr Bedarf, weniger Plätze: Psychiater in Sachsen-Anhalt warnen vor Terminstau

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Halle. Psychiater und Therapeuten in Sachsen-Anhalt warnen vor ausufernden Wartelisten bei Praxen und Kliniken in Folge der Corona-Maßnahmen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochsausgabe). „Die Wartezeiten sind ein Problem“, sagte Hans-Henning Flechtner, Vorsitzender des Landespsychiatrieausschusses, der MZ. Laut dem Psychiater ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen die Nachfrage nach Unterstützung in der Pandemie gestiegen. Gleichzeitig sei die Versorgung durch Hygienemaßnahmen eingeschränkt. „Das ganze System ist gehemmt“, sagte Flechtner.

Hintergrund: Laut einer Umfrage der Bundes-Psychotherapeuten-Kammer stellten Patienten in Deutschland bei niedergelassenen Therapeuten im laufenden Jahr im Schnitt 6,9 Anfragen pro Woche – im Vorjahr waren es 4,9. Nur zehn Prozent der Patienten erhielten innerhalb eines Monats einen Platz. Rund die Hälfte wartete zwei bis fünf Monate. Knapp 40 Prozent mussten länger als ein halbes Jahr auf den Therapiebeginn warten. Gerade bei Kindern etwa mit Schulangst sei das ein wachsendes Problem, sagte Flechtner. „Das Thema fällt uns auf die Füße.“

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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