Söders Fachkräfteoffensive kann auch der Pflege helfen / bpa weist auf Potentiale der qualifizierten Zuwanderung für den Pflegesektor hin

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Die von Ministerpräsident Söder angekündigte
Fachkräfteoffensive muss auch der Pflege zu Gute kommen. Das fordert
der bayerische Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Kai A. Kasri nach der aktuellen
Regierungserklärung. „Qualifizierte Zuwanderung ist einer der
notwendigen Bausteine, um den Fachkräftebedarf in der Pflege zu
decken. Bayern hat zum Beispiel mit zügigen Anerkennungen
ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen schon gezeigt, wie
die Rekrutierung internationaler Fachkräfte schnell gelingen kann.“

Kasri lobt dabei vor allem die vereinfachte Anerkennung von
philippinischen Berufsabschlüssen, wenn Fachkräfte von dort nach
Bayern einwandern wollen. „Weil die notwendigen Unterlagen zur
Anerkennung bereits im Herkunftsland beglaubigt werden können, läuft
in diesem Einzelfall alles schnell und reibungslos.“ Bei anderen
Herkunftsländern ziehe sich der Prozess der Anerkennung jedoch
oftmals noch immer über Monate hin, obwohl die Pflegekräfte dringend
gebraucht werden. „Wir brauchen die vorbereitenden Beglaubigungen in
deutlich mehr Herkunftsländern. Ein derart vereinfachter Ablauf gibt
den Fachkräften außerdem die Sicherheit, dass bei ihrer Reise nach
Deutschland schon alles geregelt ist.“

Eine Fachkräfteoffensive könnte nun noch weitere praxisnahe
Unterstützungen umfassen, regt der Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle Joachim Görtz an. „Fachkräfte wollen hier
nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen. Mit der Bereitstellung von
öffentlichem Wohnraum könnten gerade die Ballungsgebiete enorm an
Attraktivität für zugewanderte Pflegekräfte gewinnen.“ Görtz fordert
dabei vor allem die großen Kommunen zum Handeln auf. „Wenn bis 2030
allein in der Stadt München 4.200 Vollzeitstellen in der Pflege
besetzt werden müssen und der Landkreis noch einmal 2.500 Fachkräfte
benötigt, dann müssen alle an einem Strang ziehen.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.200 in Bayern) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 089/890 44 83 20, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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