Soldan Moot zur anwaltlichen Berufspraxis startet 2013

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Essen, 15. Mai 2013***** Moot Courts, bei denen sich Jura-Studenten im Rahmen ihrer juristischen Ausbildung vor einem „fiktiven Gericht“ als Prozesspartei mit einem Fall auseinandersetzen, sind nicht neu. Aber einen zentral ausgetragenen, bundesweiten Wettbewerb, der die Tätigkeit eines Anwalts im deutschen Rechtssystem nachbildet und in den die Anwaltschaft einbezogen wird, gibt es derzeit in Deutschland noch nicht. Deshalb hat die Hans Soldan Stiftung zusammen mit der Bundesrechtsanwaltskammer, dem Deutschen Anwaltverein und dem Deutschen Juristen-Fakultätstag den bundesweiten, jährlich stattfindenden Soldan Moot zur Anwaltlichen Berufspraxis (kurz: Soldan Moot) ins Leben gerufen. Die Entwicklung der Moot Fälle sowie die organisatorische Durchführung des Wettbewerbs obliegt Prof. Dr. Christian Wolf, Geschäftsführender Vorstand des Instituts für Prozess- und Anwaltsrecht der juristischen Fakultät Hannover, in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern.

„Die Anwaltschaft wird bei den bestehenden Wettbewerben kaum einbezogen. Und die Teile der Anwaltschaft, die sich an internationalen Moots nicht beteiligen können oder wollen, haben keine Gelegenheit, im Rahmen einer Wettbewerbswoche Kontakt zu den an der Anwaltstätigkeit interessierten Absolventen zu bekommen. Dies betrifft insbesondere kleinere und mittelständische Kanzleien. Der Soldan Moot schafft hier auch eine Möglichkeit für Studierende und Anwaltschaft zum intensiven Austausch“, erklärt Manfred Wissmann, Vorstand der Hans Soldan Stiftung. Zudem soll der Soldan Moot das Lehrangebot der deutschen juristischen Fakultäten auf dem Gebiet der anwaltsbezogenen Juristenausbildung erweitern und die Fakultäten anregen, das anwaltsbezogene Ausbildungsangebot von sich aus weiterzuentwickeln.

Der Soldan Moot soll anhand eines fiktiven Falls ein Gerichtsverfahren vor einem deutschen Landgericht simulieren. Thematisch wird jedes Jahr ein Anwaltsregressprozess behandelt, in dessen Rahmen sich die Studierenden mit der forensischen Tätigkeit von Rechtsanwälten vertraut machen. Als Interessenvertreter müssen sie einen Fall rechtlich analysieren, Beweismittel würdigen und Rechtsmeinungen formulieren. Dabei sollen sie sich auch mit den Gegenargumenten auseinandersetzen und das Gericht schließlich von ihrer Position überzeugen. Neben juristischen Kenntnissen sollen Studierende dabei auch Soft Skills, wie freie Rede, Argumentations- und Plädoyer-Technik und Teamwork einüben.

Ausgezeichnet werden:
– der beste Klägerschriftsatz („Der Bundesrechtsanwaltskammer-Preis“)
– der beste Beklagtenschriftsatz („Der Deutsche Anwaltsverein-Preis“)
– die beste mündliche Leistung in der Vorrunde („Der Deutsche Juristen Fakultätentag-Preis“
– der Sieger im Finale („Der Hans Soldan-Preis“)

Der Terminplan für den ersten Soldan Moot Court sieht am 4. Juli 2013 die Ausgabe des Falls (Download auf soldanmoot.de) vor. Bis zum 8. August 2013, 24 Uhr muss die Klageschrift in elektronischer Form und bis zum 12. September 2013, 24 Uhr muss die Klageerwiderungsschrift in elektronischer Form eingereicht werden. Das Finale, die mündliche Verhandlung, findet vom 10. bis 12. Oktober 2013 in Hannover statt.

Alle Informationen sowie die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.soldanmoot.de.

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