Statt Kammer: Bayern zeigt, wie man Pflege wertschätzt / bpa kritisiert Zwangskammer für niedersächsische Pflege, weil Alternativen auf dem Tisch liegen

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„Wenn die niedersächsische Landesregierung den
Pflegenden wirklich den Rücken stärken wollte, dann müsste sie nach
München blicken.“ Das sagt der niedersächsische Landesvorsitzende des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) Karsten
Neumann, nachdem der bayerische Landtag eine freiwillige und vom Land
finanzierte Interessenvertretung für die Pflegenden im Freistaat
beschlossen hat. Damit etabliert sich dort ein klares Gegenmodell zur
Pflege-Zwangskammer, die auch in Niedersachsen gegen den
Mehrheitswillen der Pflegekräfte kommen soll.

„Dort hat man im Gegensatz zur niedersächsischen Landespolitik
begriffen, dass eine wirksame Interessenvertretung für die Pflegenden
nur ohne Zwang und unter Einbeziehung vieler Akteure der Branche
gelingen kann“, lobt Neumann. „Währenddessen führt die Pflegekammer
in Rheinland-Pfalz, die als Beispiel für die Pläne der hiesigen
Landesregierung gilt, bisher hauptsächlich Auseinandersetzungen mit
ihren eigenen verärgerten Zwangsmitgliedern.“

Die stellvertretende bpa-Landesvorsitzende Ricarda Hasch hält auch
die Finanzierung der Interessenvertretung aus Landesmitteln für ein
deutliches Signal der Wertschätzung für die Pflegenden. „Bayern zeigt
damit deutlich, dass die Pflege etwas wert ist, indem die Pflegenden
eine wirkliche, für sie kostenlose Möglichkeit zur Mitgestaltung
bekommen. Anstelle einer Kammer, die sie im Glauben lässt, diese wäre
für alles zuständig und in Wirklichkeit keine Kompetenzen hat.“ Dafür
bittet das Land Niedersachsen hingegen die Pflegenden selbst zur
Kasse.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast
1.200 in Niedersachsen) die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
290.000 Arbeitsplätze und circa 22.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 23 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Henning Steinhoff, Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle, Tel.: 0511/12 35 13 40 oder 0162/132 16
78, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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