terre des hommes-Appell an die Abgeordneten des niedersächsischen Landtages / Keine Waffenexporte aus Niedersachsen in Krisengebiete!

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Der niedersächsische Landtag berät morgen auf
Antrag von Bündnis 90/Die Grünen über den Stopp von Waffenexporten
niedersächsischer Unternehmen in Krisen- und Konfliktregionen. Das
internationale Kinderhilfswerk terre des hommes appelliert an die
Landtagsabgeordneten, sich für die sofortige Beendigung dieser
Waffenexporte auszusprechen.

»Deutsche Rüstungsexporte an Kriegsparteien müssen dringend
gestoppt werden. Hier kann das Bundesland Niedersachsen ein wichtiges
Signal senden, denn zu den Waffenlieferanten an die Kriegsparteien im
Jemen gehört auch das deutsche Unternehmen Rheinmetall, dessen
größter Standort im niedersächsischen Unterlüß bei Celle liegt«,
sagte Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes.

»Im Jemen-Krieg rekrutieren sowohl die Huthi-Rebellen wie auch
gegnerische, mit Saudi-Arabien verbündete Milizen Kinder als
Soldaten. Die Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition
sind laut UN die Hauptursache für Opfer unter der Zivilbevölkerung
und den Kindern in dem Konflikt. Es wurden bereits Tausende
Zivilisten getötet, viele Kinder wurden Opfer von
Rheinmetall-Bomben.«

Im ersten Quartal 2018 genehmigte die Bundesregierung
Waffenexporte nach Saudi-Arabien im Wert von 162 Millionen Euro –
mehr als dreimal so viel wie im selben Zeitraum im Vorjahr und mehr
als an jedes andere Land. Angesichts der zwischen 2014 und 2017
drastisch gestiegenen deutschen Rüstungsexporte fordert terre des
hommes von der Bundesregierung ein restriktives
Rüstungsexportkontrollgesetz, das den Export von Waffen in Kriegs-
und Krisengebiete verbietet. Der Export von Kleinwaffen, den
Massenvernichtungswaffen des 21. Jahrhunderts, sollte grundsätzlich
verboten werden. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, hat
terre des hommes die Kampagne www.stoppt-waffenexporte.de/ gestartet.

terre des hommes unterstützt zahlreiche Hilfsprojekte für Kinder
und Jugendliche in Kriegsgebieten, unter anderem im Nahen Osten, in
Kolumbien, Indien, Pakistan, Myanmar und den Philippinen.

Für Rückfragen und Interviews:
Wolf-Christian Ramm, Telefon 05 41 / 71 01-158, Mobil 01 71 / 6 72 97
48, E-Mail c.ramm@tdh.de

Original-Content von: terre des hommes Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell

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