Türkeistämmige Kandidaten unter Druck in „Zur Sache Baden-Württemberg“, 7.9.17, 20:15 Uhr, SWR Fernsehen in Baden-Württemberg (VIDEO)

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Clemens Bratzler moderiert das landespolitische Magazin des
Südwestrundfunks (SWR).

Zu den geplanten Themen der Sendung gehören:

Riskanter Wahlkampf – türkeistämmige Kandidaten unter Druck
Erdogan-Anhänger bedrohen Politiker im Wahlkampf, die den türkischen
Staatspräsidenten kritisieren. Der Rechtsanwalt Matic Karaahmetoglu
stammt aus der Türkei und will für die Ludwigsburger SPD in den
Bundestag ziehen. Immer wieder hat er deutlich Position gegen den
türkischen Staatspräsidenten bezogen. Von Erdogan-Anhängern bekommt
der Politiker deshalb fast täglich anonyme Drohungen. Natürlich fühle
er sich bedrängt. Aber der 49-Jährige will sich nicht einschüchtern
lassen. Er ist einer von vielen türkeistämmigen Politikern, die jetzt
im Bundestagswahlkampf unter Druck gesetzt werden, angepöbelt und
bedroht. Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir ist nur noch mit
Polizeischutz unterwegs. Auch sein Parteikollege Memet KiliÒ« aus
Heidelberg bestätigt, dass sich das Klima verschärft hat. Dafür sei
auch der Boykott-Aufruf von Erdogan verantwortlich. Für den
türkischen Staatspräsidenten sind SPD, CDU und Grüne „Feinde der
Türkei“, die seine Landsleute mit deutschem Pass auf keinen Fall
wählen sollen. Was halten die Deutschtürk(inn)en in Mannheim von
dieser Aufforderung? Und welcher Partei wollen sie am 24. September
stattdessen ihre Stimme geben?

Endstation Rastatt – bekommt die Bahn das Baustellenchaos in den
Griff?

Bahnreisende werden ausgebremst, Güterzüge stehen still oder
werden aufwendig umgeleitet. Seit Wochen herrscht Ausnahmezustand an
der Rheintalstrecke. Das Unternehmen ist zuversichtlich, die Züge
sollen ab 7. Oktober wieder rollen. Wer wird die Verantwortung für
das Desaster übernehmen und für den Schaden aufkommen? Welche
Konsequenzen hat der Zwischenfall für den milliardenteuren Ausbau der
Rheintalstrecke, der schon heute kräftig hinterher hinkt? Gast im
Studio ist Sven Hantel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn
für Baden-Württemberg.

Vor Ort in Rastatt – Alltag im Zentrum des Bahnchaos

Risse in den Häuserfassaden oder ein längere Weg zur Arbeit – die
Baustelle ist eine Belastung für Anwohner und Pendler. Die Fahrtzeit
zur Arbeit verlängert sich für Pendler täglich um eine Stunde.
Anwohner mussten ihre Wohnung räumen und leiden unter der
Lärmbelastung des Baustellenverkehrs. Wie wird die Situation
gestalten, wenn kommende Woche die Ferien zu Ende sind? Wird das
alles Anfang Oktober tatsächlich vorbei sein?

Umleitungsschild absurd – Meisterwerk oder Verwirrspiel?

Ein Verkehrsschild im Rhein-Neckar-Kreis weist auf den Ausbau der
L536 hin. Es informiert ausführlich und detailgetreu über die
verschiedenen Umleitungsrouten. Straßenplaner Joachim Krauss vom
verantwortlichen Regierungspräsidium Karlsruhe bestätigt den
dahinterliegenden Servicegedanken: „Wenn etwas drauf fehlt, dann
rufen die Bürger gleich im Verkehrsministerium an, das wollen wir
hiermit vermeiden.“ Autofahrer dagegen halten einen
„Schild-Bürgerstreich“ für wahrscheinlich, schlagen sogar eine
Haltebucht vor, damit Vorbeifahrende in Ruhe das Werk betrachten
können.

Wohnmobil für Hühner – Ärger auf der satten Wiese Biolandwirt Joel
Siegel aus Schallstadt-Mengen ermöglicht seinem Federvieh mit einem
mobilen Hühnerstall auf dem Feld ein artgerechtes Leben. Der Kot
düngt außerdem seine Felder und seine Kunden sind gerne bereit, für
die wohlschmeckenden Eier von gesunden Hühnern etwas mehr zu
bezahlen. Doch für das Hühner-Wohnmobil musste er acht Monate mit den
Behörden kämpfen, die eine Baugenehmigung verlangte. „Ich habe fast
die gleichen Auflagen, als ob ich ein Hochhaus bauen möchte“, ärgert
sich Joel Siegel. Er fragt sich, warum ihm für ein solches Projekt so
viele Knüppel zwischen die Beine geworfen werden.

Gleichberechtigung – kaum Frauenpower im Bundestag

Prognosen zeigen: Im nächsten Bundestag wird es noch weniger
Frauen geben als bisher. So nominiert die CDU für 38 Wahlkreise im
Land nur drei Frauen. Direktmandate ermöglichen der CDU meist den
sicheren Einzug in den Bundestag. Frauen haben es jedoch schwer,
dafür nominiert zu werden. Die CDU-Stadträtin Iris Ripsam aus
Stuttgart war 2016 für Thomas Strobl in den Bundestag nachgerückt,
als dieser Innenminister wurde. Sie wollte sich nun für ein
Direktmandat bewerben. Statt ihrer wurde ein Mann nominiert.
CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Maag sollte mit einer Frau um einen
Listenplatz konkurrieren. Sie sagt: „Es kommt leider öfter vor, dass
bei uns gezielt Frauen gegeneinander ins Rennen geschickt werden.“
Und das, obwohl die Landes-CDU und ihr Vorsitzender Thomas Strobl
seit 2013 mit dem Programm „Frauen im Fokus“ CDU-Frauen in den
Parlamenten fördern will.

„Zur Sache Baden-Württemberg“

Das SWR Politikmagazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ mit Clemens
Bratzler berichtet über die Themen, die das Land bewegen.
Vor-Ort-Reportagen, Hintergrundfilme, Studiointerviews und
Satirebeiträge lassen politische Zusammenhänge verständlich werden.
In der „Wohnzimmer-Konferenz“ diskutieren jeden Donnerstag drei
Baden-Württemberger/innen via Webcam von ihrem Wohnzimmer aus live
über aktuelle politische Themen. Das letzte Wort bleibt dem
Ministerpräsidenten des Landes vorbehalten – computeranimiert und mit
der Stimme des SWR3 Comedychefs Andreas Müller.

Zitate mit Quellenangabe „Zur Sache Baden-Württemberg“ frei.

Informationen unter www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg.

Mediathek: Nach der Ausstrahlung sind die Sendung und deren
einzelne Beiträge unter www.SWRmediathek.de und unter
www.SWR.de/zur-sache-baden-wuerttemberg zu sehen.

Pressefotos bei www.ARD-foto.de.

Pressekontakt:
Katja Matschinski, Telefon 0711 929 11063, katja.matschinski@SWR.de

Original-Content von: SWR – S?dwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell

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