UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2019: Selbstbestimmungsrecht bleibt Zukunftsmusik / Familienplanung noch längst nicht für alle Menschen möglich

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Eine zukunftsfähige, menschenrechtsbasierte
Bevölkerungspolitik bedarf einer weltweiten Durchsetzung sexueller
und reproduktiver Selbstbestimmung sowie der Gleichstellung der
Geschlechter. Doch davon sind wir trotz aller in der Vergangenheit
erzielten Erfolge noch weit entfernt. Zu diesem Schluss kommt der
diesjährige Weltbevölkerungsbericht, den der UN-Bevölkerungsfonds
UNFPA unter dem Titel Unfinished business – Reproduktive Rechte und
Entscheidungsfreiheit FÜR ALLE im Jahr seines 50-jährigen Bestehens
heute in Berlin vorlegte.

„Universeller Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und
Rechten – insbesondere für Mädchen, Frauen und Jugendliche – ist
entscheidend für die Erreichung der in der Agenda 2030 für
nachhaltige Entwicklung formulierten Ziele“, betont
UNFPA-Exekutivdirektorin Dr. Natalia Kanem. Diese Überzeugung stand
bereits im Zentrum der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz 1994, auf
der erstmals Bevölkerungs-, Entwicklungs- und Frauenrechtspolitik
verbunden wurden.

Noch immer sind zentrale Aspekte sexueller und reproduktiver
Gesundheit und Rechte wie umfassende sexuelle Aufklärung und Zugang
zu zuverlässigen Verhütungsmitteln, Informationen und
Dienstleistungen durch politische, ökonomische und soziale Umstände
sowie durch kulturelle Normen beeinträchtigt. Insbesondere die
fehlende Geschlechtergerechtigkeit, Gender-Normen und deren
Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen stehen der Umsetzung
des Kairoer Aktionsprogrammes im Wege. Geschätzte 214 Millionen
Frauen und Mädchen weltweit haben heute noch immer keinen Zugang zu
modernen Verhütungsmitteln – das ist jede vierte Frau im gebärfähigen
Alter in Entwicklungsländern.

Nachhaltige Entwicklungsziele der Agenda 2030 ohne Verwirklichung
reproduktiver Rechte nicht erreichbar

„Es ist höchste Zeit“, so DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr, „die
Themen von Kairo noch stärker in die aktuellen
Entwicklungs-Strategien zu integrieren. Ein Engagement für eine
globale nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn die sexuellen
und reproduktiven Rechte und die Entscheidungsfreiheit aller Menschen
umgesetzt werden. Dafür müssen vor allem der universelle Zugang zu
Verhütungsmitteln ermöglicht, die Versorgung bei Schwangerschaft und
Geburt gewährleistet sowie Aufklärung und Bildung für junge Menschen
deutlich verbessert werden.“

Regionale und globale Allianzen zivilgesellschaftlicher und
staatlicher Organisationen stellen sich mit UNFPA hinter das Kairoer
Aktionsprogramm. Sie arbeiten gemeinsam daran, eine
menschenrechtsbasierte Bevölkerungsentwicklung zu ermöglichen. Diese
Bemühungen müssen intensiviert werden, damit alle Jugendlichen
aufgeklärt, alle Schwangerschaften gewollt und alle Geburten sicher
sind.

Die deutsche Kurzfassung des Weltbevölkerungsberichts, die auch
die jüngsten demografischen Indikatoren und Gesundheitsdaten für alle
Länder und Regionen der Erde enthält, finden Sie unter
www.dsw.org/weltbevoelkerungsbericht

Die englische Originalfassung sowie spanische und französische
Übersetzungen finden Sie unter www.unfpa.org

Über UNFPA

UNFPA fördert eine Welt, in der jede Schwangerschaft gewollt, jede
Geburt sicher und das Potenzial jedes jungen Menschen verwirklicht
wird.

Über die DSW

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungsorganisation.
Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf
Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung
beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer
Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in
politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit,
Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen:

– Highlights aus dem Weltbevölkerungsbericht 2019
(http://ots.de/14Lriz)
– Ausgewählte Grafiken (http://ots.de/qWSeF4)
– Cover des Weltbevölkerungsberichts in hoher Auflösung
(http://ots.de/s7U2IS)

Pressekontakt:
Dr. Martina Adam
Leiterin Kommunikation
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Hindenburgstr. 25 | 30175 Hannover
Telefon: 0511 94373-31 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: martina.adam@dsw.org
Internet: www.dsw.org

Original-Content von: Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, übermittelt durch news aktuell

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