VDI begrüßt Regelung zur Fachkräfteeinwanderung / Demografischer Wandel verstärkt Fachkräftemangel

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Das Bundeskabinett wird in seiner heutigen
Sitzung Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung verabschieden. Der VDI
begrüßt diese längst überfällige Initiative der Bundesregierung, mit
einem Fachkräfteeinwanderungsgesetz dringend benötigte Fachkräfte
nach Deutschland zu holen. „Seit vielen Jahren schon wirkt sich der
Fachkräfteengpass negativ auf den Wirtschaftsstandort Deutschland
aus. Eine gesteuerte Einwanderungspolitik ist daher längst
überfällig“, stellt VDI-Direktor Ralph Appel fest.

Nach einer aktuellen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft
führt der Fachkräftemangel bereits heute dazu, dass die
Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent (oder 30 Mrd. Euro) geringer
ausfällt als möglich wäre. Es fehlen demzufolge derzeit auf dem
deutschen Arbeitsmarkt 440.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Und bis
zum Jahr 2029 scheiden 710.000 Ingenieurinnen und Ingenieure
altersbedingt aus.

„Wir gehen davon aus, dass trotz auch unserer umfangreichen
Bemühungen bei der Nachwuchswerbung die erwartbaren Absolventenzahlen
bis 2029 den Ingenieurbedarf nicht vollständig decken, denn es werden
vorsichtig gerechnet etwa 100.000 Ingenieurinnen und Ingenieure sowie
Informatiker fehlen. Eine geregelte Fachkräftezuwanderung als Teil
einer breit angelegten Gesamtstrategie zur Bewältigung des
Fachkräftemangels ist daher aus VDI-Sicht dringend geboten“, betont
der VDI-Direktor.

Das deutsche Zuwanderungsrecht ist im internationalen Vergleich
sehr komplex und intransparent. Aktuell bestehen mehr als 40
Zuwanderungsmöglichkeiten zu Erwerbszwecken, die an über 30 Kriterien
gekoppelt sind. Ralph Appel mahnt: „Für qualifizierte Fachkräfte aus
dem Ausland, die sich für die Aufnahme einer Tätigkeit in Deutschland
interessieren, wirkt dieses Durch- und Nebeneinander abschreckend und
behindert eine gesteuerte Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte.“

Hierbei ist auch die Fortentwicklung und Vereinfachung der
Anerkennungsverfahren beruflicher und akademischer Qualifikationen
eine wichtige Stellschraube, um qualifizierte Zuwanderung in den
deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Zu berücksichtigen sei, dass
Qualitätsstandards gewahrt bleiben und die prüfende Stelle über die
entsprechende fachliche Expertise verfügt.

Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker

Ingenieure brauchen eine starke Vereinigung, die sie bei ihrer
Arbeit unterstützt, fördert und vertritt. Diese Aufgabe übernimmt der
VDI Verein Deutscher Ingenieure. Seit über 150 Jahren steht er
Ingenieurinnen und Ingenieuren zuverlässig zur Seite. Mehr als 12.000
ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur
Förderung unseres Technikstandorts. Das überzeugt: Mit rund 150.000
Mitgliedern ist der VDI die größte Ingenieurvereinigung in
Deutschland. Als drittgrößter Regelsetzer ist er Partner für die
deutsche Wirtschaft und Wissenschaft.

Fachlicher Ansprechpartner:

Christian Krause
Leitung VDI-Büro Berlin
Tel: +49 30 275957-13
E-Mail: krause_c@vdi.de

Original-Content von: VDI Verein Deutscher Ingenieure, übermittelt durch news aktuell

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