VW-Krise

Niemand wird es freilich den Arbeitnehmervertretern verübeln, wenn in Gegenzug zu Zugeständnissen in puncto Beschäftigung und Arbeitskosten vom Management einen Ausblick fordern, wie der Abwärtstrend wieder umgekehrt werden kann. Auf die Krise allein mit Abbau zu reagieren, ist kein tragfähiges Zukunftskonzept. Da muss die Chefetage schon einmal darlegen, mit welchen Maßnahmen nicht nur den Fortbestand des Unternehmens sichern, sondern auch für Wachstum sorgen wollen.

Und damit sind wir bei einem Kernthema, das die bisherigen Gespräche zu lange belastet hat: die äußerst mangelhafte Kommunikation aus der Führungsebene. Schon viel zu lange kursieren je Zahlen über Beschäftigungsabbau und Werksschließungen, ohne dass es klare Worte dazu gegeben hätte. Solche Hängepartien sind Gift für das Betriebsklima und all das, was nunmehr notwendig ist, um eine Talfahrt hinter sich zu lassen. Wie in der Politik, so ist auch bei VW viel Vertrauen verloren gegangen, das nun wieder mühsam hergestellt werden muss.

Pressekontakt:

Straubinger Tagblatt
Ressort Politik/Wirtschaft/Vermischtes
Markus Peherstorfer
Telefon: 09421-940 4441
politik@straubinger-tagblatt.de

Original-Content von: Straubinger Tagblatt, übermittelt durch news aktuell