WAZ: Der Irrsinn der Autonomen – Kommentar von Michael Kohlstadt zu den Bahn-Anschlägen

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Noch ist es nur ein Verdacht. Sollte sich jedoch
bewahrheiten, dass hinter den Brandanschlägen auf Bahnstrecken in
mehreren Bundesländern ein koordiniertes Vorgehen linksautonomer
Kreise steckt, muss man für den Hamburger G20-Gipfel wohl das
Schlimmste befürchten. 10.000 gewaltbereite Demonstranten werden
Anfang Juli in der Hansestadt erwartet. Die Polizei, ihrerseits
hochgerüstet, rechnet mit schweren Krawallen.

Man muss kein Freund des Gipfels sein, um dieses aufgeheizte
Szenario als fehlgeleitete Provokation irregeleiteter Randgruppen zu
betrachten. Mit freier Meinungsäußerung hat der Irrsinn der Autonomen
nichts zu tun. Im Gegenteil: Wieder einmal werden Randalierer den
ernstzunehmenden, aber friedlichen Protest vieler Menschen gegen das
Hamburger Gipfeltreffen in Misskredit bringen.

Reine Glückssache, dass bei den Anschlägen in der Nacht auf Montag
körperlich niemand zu Schaden kam. Wer jedoch buchstäblich mit dem
Feuer spielt und ein von Millionen Menschen genutztes Verkehrsmittel
an einer empfindlichen Stelle trifft, nimmt Schäden an Leib und Leben
Unbeteiligter wissentlich in Kauf. Brandstifter sind Brandstifter.
Mit Politik, auch nicht mit linker, hat das rein gar nichts zu tun.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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