Weltweite Nothilfe: ASB-Team nun WHO-zertifiziert (FOTO)

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Der ASB hat sein Schnelleinsatz-Team für Auslandseinsätze durch
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfolgreich klassifizieren
lassen. Als erstes Team europaweit hat es die Prüfung in der
Kategorie „Emergency Medical Team 1“ (EMT 1) bestanden und gehört
damit zu den ersten europäischen Nichtregierungsorganisation, die den
WHO-Klassifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen haben.

Damit können die First Assistance Samaritan Teams (FAST) des ASB
künftig in Katastrophenfällen, die von der WHO koordiniert werden,
eingesetzt werden. Mit „EMT 1“ sind medizinische Nothilfeteams
klassifiziert, die aus 20 Einsatzkräften bestehen und bei
Naturkatastrophen medizinische Soforthilfe leisten. Die fachkundigen
und für den Auslandseinsatz ausgebildeten Freiwilligen des ASB
arbeiten dabei weitgehend autark.

„Wir haben gesehen, dass das Team die hohen Standards einhält und
gratulieren dazu“, sagte Dr. Ian Norton, Leiter des
EMT-Klassifizierungsprozesses bei der WHO. Gemeinsam mit sechs
weiteren WHO-Mitarbeitern hat der Experte die Prozesse und Standards
des ASB-FAST am 13. und 14. Juni in Frankfurt am Main und Darmstadt
geprüft. Insbesondere die Wasseraufbereitung des Teams hob Norton
lobend hervor. „Eure Erfahrung ist beeindruckend und ich hoffe, Ihr
bringt sie mit in die gemeinsame Arbeit ein.“

Einen Dank für die Unterstützung an das Team der WHO und an die
FAST-Gruppe sprach ASB-Bundesvorstand Ludwig Frölich aus. „Die
WHO-Klassifizierung ist wichtig für uns, denn wir setzen uns für hohe
Standards in der Katastrophenhilfe ein“, sagte Frölich, der sich
selbst als FAST-Freiwilliger engagiert. „Wir freuen uns sehr und sind
stolz darauf, künftig unter Regie der WHO eingesetzt zu werden.“

Eineinhalb Jahre dauerte die Vorbereitungszeit für die
erfolgreiche WHO-Klassifizierung. Eine der Anforderungen der
Weltgesundheitsorganisation ist die ressourcenschonende Versorgung
des eigenen Personals während der Einsätze. Da das FAST auf zehn
Jahre Erfahrung in Sachen Trinkwasseraufbereitung zurückblickt, wurde
dieses Modul mit dem medizinischen Team zusammengebracht, um die
Wasserversorgung der eigenen Mitarbeiter mit eigenständig zu
gewährleisten. „In Bezug auf die medizinische Versorgung haben wir
unser Spektrum erweitert, damit wir nun noch schneller in den Einsatz
gehen können“, erklärte Nina Stücke. Beim ASB ist sie für die
Schnelleinsatz-Teams verantwortlich, zu denen 120 Freiwillige aus
ganz Deutschland zählen.

Hintergrund:

Die EMT-Standardisierung der WHO soll in Zukunft den Zugang zu
Katastrophengebieten besser koordinieren und so Menschenleben retten.
Das System sieht drei Stufen vor: EMT 1-Teams haben mindestens drei
Ärzte sowie neun Rettungsassistenten und versorgen täglich mindestens
50 Patienten. Der EMT 2-Standard sieht einen mobilen Operationssaal
und 20 Betten für die stationäre Aufnahme vor, Teams mit EMT
3-Zertifizierung verfügen über ein mobiles Krankenhaus mit mehreren
Operationssälen und einer Intensivstation. Die Zertifizierung wurde
im Zuge des Erdbebens 2010 in Haiti eingeführt, als
Hilfsorganisationen zum Teil unkoordiniert im Land aktiv wurden.

Die First Assistance Samaritan Teams (FAST) sind ein
Soforthilfeinstrument der ASB-Auslandshilfe. Nach Katastrophen oder
Konflikten leisten die Mitglieder des FAST weltweit humanitäre Hilfe
in den Bereichen Trinkwasser und medizinische Versorgung.
ASB-Mitarbeiter aus ganz Deutschland engagieren sich freiwillig in
den FAST-Teams. Sie werden für den Auslandseinsatz umfassend
ausgebildet. Zuletzt war das FAST in Haiti (2017, 2016, 2010),
Bosnien-Herzegowina (2014), den Philippinen (2013), dem Nordirak
(2012) und Sumatra/Indonesien (2009) im Einsatz.

Hinweise für Redaktionen: In unserer Mediendatenbank
(mediendatenbank.asb.de) können Sie weitere Bilder zur
Veröffentlichung kostenfrei herunterladen (Zugangsdaten:
presse/presse).

Pressekontakt:
Verena Bongartz (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
E-Mail: v.bongartz@asb.de,
Telefon: (0221) 4 76 05-476,
Mobil: (0172) 32 36 66 2

Carsten Stork (Auslandshilfe) Mobil: 0172-283 1833

Original-Content von: ASB-Bundesverband, übermittelt durch news aktuell

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