Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Privatschulen

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Eine Million Kinder, die auf Privatschulen
gehen: Ist das der Trend zum Zweiklassensystem bei der Bildung? Nun
mal langsam. Privat heißt nicht ja unbedingt elitär. Und viele
Privatschulen sind gar nicht wirklich privat, sondern werden von
religiös oder weltanschaulich geprägten Gemeinschaften getragen. Die
Schulen in evangelischer wie katholischer Trägerschaft zählen ebenso
dazu wie die Waldorfschulen oder die Montessori-Schulen, die für ein
ganz eigenes pädagogisches Konzept stehen. Eltern müssen nicht reich
sein, um das – zumeist überschaubare Schulgeld – zu zahlen. Von
Eltern wie Lehrern wird dort allerdings zumeist ein besonders
Engagement gefordert. Das erklärt zumindest einen Teil des Erfolgs.
Elite-Internate, wie man sie vor allem im angelsächsischen Raum
findet, sind in Deutschland die Ausnahme. Damit das so bleibt, muss
das staatliche Schulsystem allerdings leistungsfähig sein. Inklusion,
Integration, wachsender sozialpädagogischer Förderbedarf: Zusätzliche
Aufgaben bürdet der Staat seinen Schulen gerne auf, zusätzliches
Personal spendiert er aber nur ungern. Der Staat muss sich vorsehen,
dass er den Bogen nicht überspannt.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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