Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Debatte um die Fleisch-Steuer

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Mehr Fleisch essen für mehr Tierwohl – so
könnten Spötter den neuesten Vorstoß für höhere Mehrwertsteuern auf
tierische Produkte abtun. Ganz so drastisch muss die Meinung gar
nicht ausfallen zum Vorschlag, mit den Zusatzeinnahmen das hehre
Ziel besserer Haltungsbedingungen zu finanzieren. Aber muss es immer
die Keule sein? Wir erleben eine Zeit, in der es augenscheinlich
extrem angesagt ist, für Klima- und Tierschutz nach Preis- und
Steuererhöhungen, staatlichen Eingriffen und Verboten zu rufen.
Anstatt mit Anreizen und Vorteilen verantwortungsvolles Handeln
von Bürgern und Unternehmen zu fördern. Um es klar zu sagen:
Natürlich gibt es Bereiche, in denen nicht alles den Kräften des
Marktes überlassen werden kann. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass
Deutschland nicht alleine die Welt retten wird. Das heißt
keineswegs, dass nicht alles unternommen werden müsste, um
Fortschritte zu machen. Aber all das muss in letzter Konsequenz
immer auch sozial gerecht sein, um den gesellschaftlichen Frieden zu
wahren. Denn auch der ist von überragender Bedeutung.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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