Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Einwohnerentwicklung

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Jetzt werden wir (vorerst) also doch nicht
weniger. Das jahrelange Gerede von einer aussterbenden, überalternden
Gesellschaft war also reine Panikmache? Mitnichten. Die
überraschenden Zahlen des Statistischen Landesamtes dürfen über eine
Entwicklung nicht hinwegtäuschen. Es sind ausschließlich die
Ballungszentren und wenigen Boom-Städte, die für den unerwarteten
Bevölkerungszuwachs verantwortlich sein werden.

Bis 2040 soll es laut Statistik fast 20 Prozent mehr Kölner geben,
Münster darf sich über 16,6 Prozent mehr Einwohner freuen,
Düsseldorf über gut 13 und Bonn über 12 Prozent. Und auch in OWL
werden nur die drei größten Städte Bielefeld, Paderborn und
Gütersloh samt Umland zulegen.

Das zeigt: NRW ist attraktiv, die Menschen gehen dahin, wo es
Jobs, Ausbildungsplätze und Hochschulen gibt. Hinzu kommen »weiche«
Standortfaktoren, Kultur- und Freizeitangebote, wie sie eben nur eine
Stadt bieten kann. »Stadtluft macht frei«, hieß es schon im
Mittelalter. Und auch jetzt scheint deren Sogkraft unwiderstehlich,
offenbar auch für Zuwanderer aus dem Ausland. Das stellt den
ländlichen Raum vor gewaltige Herausforderungen. Es gilt, jetzt zu
handeln und Konzepte zu entwickeln. Auch wenn 2040 noch weit ist.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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