Widerspruchslösung bei Organspende: Grünen-Chefin Baerbock hat verfassungsrechtliche Bedenken

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Im Streit um die Widerspruchslösung bei
Organspenden hat Annalena Baerbock verfassungsrechtliche Bedenken.

„Die Widerspruchslösung ist ein tiefer Eingriff in das
Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen“, sagte die Vorsitzende
von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin. In
allen anderen Bereichen gelte immer aus dem Grundgesetz heraus der
Ansatz, dass Menschen selbst aktiv werden müssten. „Nur hier, wo es
wirklich um einen Eingriff in die eigenen Organe geht, will man das
umkehren“, kritisierte Baerbock.

Stattdessen schlägt die Grünen-Chefin vor, die Spendenbereitschaft
aktiv abzufragen, etwa beim Abholen eines Personalausweises. „Die
hohe Spendenbereitschaft, die da ist, sollten wir nicht mit einem
Vorschlag kaputt machen, der die Menschen vor den Kopf stößt, sondern
den vielen Menschen, die spenden wollen, das ganz einfach
ermöglichen“, ergänzte Baerbock, die auch Bundestagsabgeordnete ist.

Außerdem sprach sie sich für die Schaffung eines Online-Registers
aus, in dem alle Organspender verzeichnet sind. Damit könnten Ärzte
in einer Notsituation sofort einsehen, wer Spender ist und wer nicht.

Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
ARD-Mittagsmagazin
Tel.: 030 – 97993 – 55504
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