Soldaten als Familienmenschen – das war
ihren Vorgängern weitgehend egal. Mit jeder Reform verlängerten sich
die Pendlerwege, denn viele Soldaten können ihren arbeitenden Frauen
und zur Schule gehenden Kindern nicht alle paar Jahre wegen der
eigenen Versetzung einen Umzug zumuten. Der Bürger in Uniform ist
aber nicht nur Uniformierter, sondern auch Bürger. Ein Soldat in
Teilzeit wird sich sicherlich nicht im Gefecht mit Taliban plötzlich
abmelden. Und die Kita wird nicht ins Feldlager umziehen. Der Punkt
ist der: Von den noch 175 000 deutschen Soldaten sind 4700 im
Auslandseinsatz. Die anderen arbeiten in Deutschland, jeden Tag. An
sie zu denken ist nach den Debatten über eine bessere Bewaffnung auch
ein Teil der Fürsorgepflicht eines Ministers.
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