Die Reform kommt über gute Ansätze nicht hinaus.
Das neue Institut für Qualitätssicherung in der Medizin etwa leidet
an dem Konstruktionsfehler, dass Lobbygruppen dort zu viel Einfluss
haben sollen. Das dient kaum dem Wohle der Patienten. Denen wäre auch
mehr geholfen, hätte die Koalition nicht vor allem Beitragsarithmetik
betrieben, sondern gefragt, ob die Belastung durch Zuzahlungen
angemessen ist. Heute lässt sich die soziale Stellung eines Menschen
ja auch daran erkennen, welche Zahnbehandlung er bekommt. Für ein
reiches Land ist das ein Armutszeugnis.
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