NRZ: Immer weniger Gefangene in NRW. Justizminister:Prävention rentiert sich

In den 36 Gefängnissen in Nordrhein-Westfalen sitzen
immer weniger Häftlinge. Im vergangenen Jahr erreichte die
durchschnittliche Belegungszahl mit 15 755 einen
Rekordtiefstand. Das berichtet das NRW-Justizministerium auf Anfrage
der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe). Im Jahr
zuvor saßen demnach im Jahresdurchschnitt noch etwa 500 Menschen mehr
hinter Gittern, zehn Jahre zuvor sogar rund 1800 mehr.
Landesjustizminister Thomas Kutschaty (SPD) führt die Entwicklung auf
einen generellen Rückgang der Kriminalität, auf demografische Gründe
und auf die Präventionspolitik der rot-grünen Landesregierung zurück.
„Die Hauptklienten in unseren Haftanstalten sind zwischen 25 und 40
Jahre. Da der Bevölkerungsanteil in dieser Altersklasse allgemein
zurückgeht, sinkt natürlich auch die Zahl derjenigen in dieser
Altersklasse, die hinter Gitter sitzen“, sagte Kutschaty der NRZ.
Zudem gelinge es jetzt besser, Jugendliche mit Migrationshintergrund
in die Gesellschaft zu integrieren, die Jugendarbeitslosigkeit sinke,
und immer mehr Jugendliche würden zu einem Schulabschluss geführt.
Das führe zu einem Rückgang in der Jugendkriminalität. „Das ist die
Präventionsrendite“, so Kutschaty

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