Rheinische Post: Städtetag erwartet Verdoppelung der Wohnungsbau-Förderung

Der Deutsche Städtetag erwartet angesichts der
hohen Flüchtlingszahlen, dass der Bund die Förderung des sozialen
Wohnungsbaus auf mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr verdoppelt.
„Der Bund wird sich bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus im
Milliardenbereich engagieren müssen, bisher gibt er gut 500 Millionen
Euro“, sagte Städtetags-Vizepräsident Ulrich Maly (SPD) der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Im
Moment fördern Bund und Länder den Wohnungsbau zusammen mit zwei
Milliarden Euro und reden darüber, diese Summe erheblich anzuheben“,
sagte der Nürnberger Oberbürgermeister. Das sei dringend nötig, um
mehr bezahlbare Wohnungen auch für Flüchtlinge zu bauen. Hinzu kommen
müsse mehr Geld des Bundes für die kommunalen Integrationsleistungen.
„Wir reden also insgesamt über eine milliardenschwere Aufstockung der
Bundesmittel“, sagte Maly der „Rheinischen Post“. Bundesbauministerin
Barbara Hendricks (SPD) hatte bisher nur erklärt, sie dringe darauf,
dass die Länder die vorhandenen Bundesfördermittel von derzeit 518
Millionen Euro pro Jahr auch tatsächlich für den Bau von
Sozialwohnungen verwenden, denn sie seien seit 2007 nicht mehr
zweckgebunden.

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