NOZ: FDP fordert insektenfreundlichere Beleuchtung an Raststätten

FDP fordert insektenfreundlichere Beleuchtung an
Raststätten

Positionspapier zu Insektenschutz und Licht / Anlagen sollen
umgerüstet werden

Osnabrück. Die FDP im Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
Gebäude im Besitz des Bundes sowie Raststätten an Autobahnen
insektenfreundlicher auszuleuchten. Das geht aus einem
Positionspapier hervor, das der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt.
Der Bund müsse hier eine Vorreiterrolle im Sinne des Insektenschutzes
einnehmen, so die Liberalen. Sie fordern außerdem, dass
Straßenbeleuchtung „intelligenter“ werden müsse. So sollten Lampen an
Bahnübergängen, Fahrradwegen oder Unterführungen nur dann anspringen,
wenn sich Passanten näherten. Für Verkehrskreisel schlägt die FDP
dimmbares Licht vor. „So könnte die Beleuchtung während hohen
Verkehrsaufkommens im Feierabendverkehr höher als bei geringem
Straßenverkehrsaufkommen sein“, heißt es in dem Papier.

In einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der
FDP-Abgeordneten Judith Skudelny verweist das Bundesumweltministerium
auf das „Aktionsprogramm Insektenschutz“. Dies solle zu einer
insektenfreundlicheren Beleuchtung beitragen. Entsprechende
Fördermöglichkeiten für Länder und Kommunen würden geprüft. „Der Bund
wird dabei eine Vorbildfunktion einnehmen“, schreibt das Ministerium.

Pro Jahr werden die Nächte weltweit um etwa zwei Prozent heller.
Zunehmende sogenannte Lichtverschmutzung hat negative Auswirkungen
auf die Umwelt. So werden beispielsweise Insekten von den
Lichtquellen angelockt. Stadtbäume in der Nähe von Straßenlaternen
werfen später als gewöhnlich ihre Blätter ab. Aber auch Säugetieren
macht die zunehmende Beleuchtung zu schaffen: Fledermäuse etwa nehmen
beleuchtete Straßen als unüberwindbares Hindernis wahr. Menschen
können durch Lichtverschmutzung unter Schlafstörungen leiden.

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