Feiertags-Diskussion: Verdi-Chef Werneke sieht „gezielte Provokation“

Bielefeld. In der Debatte um die Abschaffung von Feiertagen in Deutschland hat der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, „maximalen Widerstand“ angekündigt. Im Interview mit der Tageszeitung „Neue Westfälische“ (Bielefeld) sagt Werneke: „Ich halte diese Diskussionen für Unfug, da herrscht ein totales Zerrbild. Wir haben in Deutschland nicht das Problem, dass die Menschen zu wenig arbeiten. Wenn dem so wäre, dann müsste die wirtschaftliche Lage ja zum Beispiel in Bayern besonders schlecht sein, denn da gibt es deutlich mehr Feiertage als in NRW. Auf der Giftliste der CDU steht ja unter anderem die Streichung des 1. Mai als Feiertag. Das löst bei uns maximalen Widerstand aus. Man sollte nicht vergessen, dass der 1. Mai als Tag der Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsbewegung mit Todesopfern erkämpft worden ist. Gerade diese historische Errungenschaft anzugreifen, ist eine gezielte Provokation. Vielleicht steckt aber auch nur eine politische Finte dahinter, um am Ende einen anderen Feiertag zu streichen, zum Beispiel den Pfingstmontag.“

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