Belohnung für hartes Training und Fitness für den Einsatz / Deutsche Feuerwehr-Teams starten bei Internationalen Feuerwehrwettbewerben

Die Wettbewerbe geschehen Schlag auf Schlag: Gerade jetzt treten im tschechischen Sumperk Jugendfeuerwehrangehörige bei der 25. Internationalen Jugendfeuerwehrbegegnung des Weltfeuerwehrverbandes CTIF in freundschaftlichem Vergleich und internationalem Austausch an. Direkt im Anschluss finden im österreichischen Eisenstadt vom 22. bis 26. Juli die 18. Internationalen Feuerwehrwettbewerbe (Löschangriff trocken und Hindernis-Staffellauf) statt. Vom 17. bis 22. August messen sich dann in Ostrava (Tschechien) die Teams bei den 18. Internationalen Feuerwehrwettbewerben im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf.

„Wettbewerbe in der Feuerwehr bieten die Belohnung für hartes Training und präzise Arbeit“, erklärt Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). „Feuerwehrangehörige, die sportlich aktiv sind, können auch im Einsatz auf ihre Fitness vertrauen“, so Schreck. Der ständige Vertreter des Präsidenten ist im DFV-Präsidium für den Bereich Wettbewerbe zuständig.

„Die Wettbewerbe dienen neben dem Leistungsvergleich auch dem Erfahrungsaustausch und der Förderung der friedlichen Zusammenarbeit unter den Feuerwehrangehörigen aus aller Welt“, berichtet DFV-Bundeswettbewerbsleiter Thomas Reuter. Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr mehrere Tausend Feuerwehrangehörige aus mehr als 20 Nationen weltweit an den Wettbewerben des Weltfeuerwehrverbandes. Aus den internationalen Veranstaltungen sind teils sehr lange währende Freundschaften zwischen Feuerwehrangehörigen oder Austausche von Feuerwehren untereinander entstanden.

Der Internationale Bewerb des CTIF ist für die Jugendlichen ein zweiteiliger Wettbewerb nach internationalen Regeln. Im feuerwehrtechnischen A-Teil ist eine Löschübung mit Hürden zu absolvieren, der sportliche B-Teil ist ein 400-Meter-Staffellauf mit kleinen Aufgaben für die insgesamt neun Gruppenmitglieder. Hier ist Deutschland mit drei Mannschaften vertreten: Zwei Teams aus Oberneukirchen (Bayern), eine Gruppe aus Dassendorf (Schleswig-Holstein).

Der Internationale Feuerwehrwettbewerb besteht aus zwei Teilen: Beim 400-Meter-Staffellauf müssen die acht Mitglieder jeweils 50 Meter zurücklegen und Hindernisse wie einen Schwebebalken, eine Wand und eine lange Röhre durchqueren. Zudem muss das Staffelholz – in diesem Fall ein Strahlrohr – korrekt übergeben werden. Fehler wie beispielsweise in sich verdrehte Schläuche oder falsche Handgriffe wirken sich negativ auf die Endzeit aus. Beim Löschangriff werden in Windeseile Saug- und Druckschläuche verlegt.

Im Internationalen Feuerwehrwettbewerb ist Deutschland mit 13 Mannschaften vertreten. Teams, deren Mitglieder alle über 30 Jahre alt sind, starten hier in der Wertungsgruppe B.

– Feuerwehren A (keine Alterspunkte, gemischtes Team möglich): Nidderau-Eichen A1 (Hessen), Herrenberg-Kuppingen (Baden-Württemberg), Philippsreut (Bayern), Nidderau-Eichen A2 (Hessen), Renningen A1 (Baden-Württemberg), Reken A (Nordrhein-Westfalen)
– Feuerwehren B (alle Mitglieder über 30 Jahre, gemischtes Team möglich): Langenbach B1 (Rheinland-Pfalz), Densberg (Hessen), Huttengrund (Hessen), Asendorf-Uenzen B (Niedersachsen)
– Frauen A (keine Alterspunkte): Nidderau-Eichen (Hessen), Möllenbeck (Niedersachsen)
– Frauen B (alle Mitglieder über 30 Jahre): Hasselroth (Hessen)

Beim Internationalen Feuerwehrsportwettkampf wird zwischen Mannschafts- und Einzeldisziplinen unterschieden. Einzeldisziplinen sind die 100 Meter Hindernisbahn und das spektakuläre Hakenleitersteigen bis ins dritte Obergeschoss. Innerhalb knapp 15 Sekunden legen die Feuerwehrleute rund 35 Meter Laufstrecke zurück und erklimmen den 10,85 Meter hohen Turm. Nach jedem Stockwerk muss die Hakenleiter hochgezogen und im nächsten Stockwerk eingehängt werden. Zu den Mannschaftsdisziplinen der Sportwettbewerbe gehören die 4×100 Meter-Hindernisstaffel sowie der Löschangriff nass. Der Aufbau des Löschangriffs ist angelehnt an einen realen Feuerwehreinsatz: Über eine Saugleitung muss Wasser zur Pumpe gelangen und von dort über drei B-Leitungen und zwei Angriffsleitungen mit einem C-Strahlrohr auf eine Zielscheibe gespritzt werden – und das alles binnen rund 25 Sekunden. Der Angriffstrupp muss hierbei sprichwörtlich mit dem Wasser „um die Wette“ rennen, weil der Maschinist bereits Wasser auf die Leitungen gibt, obwohl die Leitungen noch nicht vollständig verlegt sind. Im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf ist Deutschland mit vier Mannschaften vertreten: Team Germany Frauen, Team Germany Männer, Junioren weiblich, Junioren männlich.

Bei allen Wettbewerben zählen die schnellste Zeit und die korrekte Durchführung; zahlreiche Wertungsrichter überwachen dies mit Argusaugen. Für Abweichungen von den vorgeschriebenen Abläufen werden Fehlerpunkte in Form von Zeitabzügen verteilt.

Der Deutsche Feuerwehrverband berichtet unter anderem auf Facebook über die 18. Internationale Feuerwehrwettbewerbe des Weltfeuerwehrverbandes CTIF. Bilder werden unter https://www.feuerwehrverband.de/presse/bilder/ zur Verfügung gestellt.

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