Seit Jahren ist der Weg zu einer vernünftigen
Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland mit dicken Brettern
vernagelt. Eines der Bretter ist der niedersächsische Salzstock
Gorleben, in dem seit fast drei Jahrzehnten Erkundungsbohrungen
stattfinden. Bislang haben Rot und Grün die Aufnahme von Gorleben in
die ergebnisoffene Suche strikt abgelehnt. Beide Parteien sind in
Niedersachsen noch mit der Losung in den Wahlkampf gezogen. Kein
strahlender Müll ins Wendland! Doch nun gibt es zumindest etwas
Bewegung. Endlich. Der nicht gerade von Erfolgen verwöhnte
Bundesumweltminister verständigte sich mit der rot-grünen
Landesregierung von Hannover darauf, eines der Bretter zu lösen, die
den Weg zu einem Endlagersuchgesetz versperren. Der umstrittene
Salzstock bleibt nun erst einmal im Rennen. Ob er das auch noch
bleibt, wenn 2015 die Kriterien für die Endlagersuche in ganz
Deutschland feststehen sollen, ist eine ganz andere Frage. Altmaier
und Co. haben erst einmal für Bewegungsfreiheit gesorgt. Gut so.
Autor: Reinhard Zweigler
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