ARD-DeutschlandTrend: Grundrente von deutlicher Mehrheit positiv bewertet, Bedürftigkeitsprüfung umstritten

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Der Plan der Bundesregierung, Niedrigverdiener über eine Grundrente
im Alter finanziell besser zu stellen, geht für 82 Prozent der
Bundesbürger grundsätzlich in die richtige Richtung. Das hat eine
Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der ARD-Tagesthemen mit
1.000 Befragten von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. Das
Projekt Grundrente überzeugt die Anhänger aller Parteien. Es findet
zugleich generationenübergreifend Anklang, wobei die jüngeren
Bundesbürger einer Grundrente sogar vergleichsweise am offensten
gegenüberstehen.

Allerdings ist die Prüfung der Bedürftigkeit nicht nur in der
Regierung umstritten, sondern auch unter den Bundesbürgern. Von
denjenigen, die eine Grundrente richtig finden, spricht sich die eine
Hälfte für eine Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente aus (47
Prozent), die andere Hälfte ist dagegen (50 Prozent). Diese
Kontroverse zeigt sich in vielen Partei-Anhängerschaften. Bei den
Anhängern der Union ist eine leichte Mehrheit für eine
Bedürftigkeitsprüfung (pro: 54 Prozent, contra: 45 Prozent). Bei den
SPD-Anhängern ergibt sich ein etwas klareres Bild: 63 Prozent folgen
der Partei-Position, eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung
einzuführen; 35 Prozent sprechen sich für eine Bedürftigkeitsprüfung
aus.

Befragungsdaten
– Grundgesamtheit: Wahlberechtigte zur Europawahl in
Deutschland
– Fallzahl: 1.000 Befragte
– Erhebungszeitraum: 03.06.2019 bis 04.06.2019
– Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
– Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
– Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Fragen im Wortlaut:

Gegenwärtig wird über die Einführung einer Grundrente diskutiert.
Geringverdiener, die mindestens 35 Jahre in die Rentenversicherung
eingezahlt haben, sollen einen finanziellen Aufschlag erhalten. Gehen
diese Pläne Ihrer Meinung nach in die richtige oder in die falsche
Richtung?

Und sollte es wie bei Hartz-IV bei der Grundrente eine Prüfung der
Bedürftigkeit, z.B. die Berücksichtigung der Ersparnisse, geben oder
sollte es eine solche Bedürftigkeitsprüfung bei der Grundrente nicht
geben?

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