BERLINER MORGENPOST: Faule Masche mit den Möbeln – Kommentar von Lorenz Vossen

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Berlins Immobilieneigentümer legen eine
bemerkenswerte Fantasie an den Tag. Neueste Masche: Sie stellen ein
paar Möbel in die Wohnung in Berlin und verlangen dann absurde
Aufschläge, schließlich sei die Wohnung ja möbliert. Legen die
Vermieter den Möblierungszuschlag im Vertrag nicht fest und vermieten
die Wohnung befristet, greift die Mietpreisbremse nicht. Diese Masche
ist nicht einmal illegal.

Die Marktgesetze werden dabei außer Kraft gesetzt. Die Nachfrage
für möblierte Wohnungen mag wegen des immer flexibleren Arbeitsmarkts
und der gestiegen Zahl an Pendlern vielleicht gewachsen sein. Aber
geschätzte zehn Prozent möblierte Wohnungen in Berlin? So viele
braucht man in Berlin nicht. In vielen Fällen greifen die Mieter aus
purer Verzweiflung zu.

Die Abzocke mit möblierten Wohnungen kann nur die Bundesregierung
stoppen, Mietrecht ist Bundesrecht. Hier will der Senat deshalb mit
einer Bundesratsinitiative tätig werden. Doch der Beweis, dass eine
große Koalition den Wohnungsmangel beheben will, steht seit Jahren
aus.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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