Brand: Friedensnobelpreis an Nadia Murad und Denis Mukwege sind Zeichen des Respekts

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Sexuelle Gewalt als systematisches Kriegsmittel
ächten – Täter zur Rechenschaft ziehen

Für den Friedensnobelpreis sind am Freitag die Jesidin Nadia Murad
und der Kongolese Denis Mukwege nominiert worden. Dazu erklärt der
Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Mit Nadia Murad und Denis Mukwege hat das Nobelkomitee in Oslo in
diesem Jahr zwei mutige Menschen nominiert, die bei ihrem so
wichtigen Anliegen in einer engen Verbindung zueinanderstehen. Es
würdigt den Einsatz beider zur Bekämpfung sexueller Gewalt als Waffe
in Kriegen und Konflikten.

Nadia Murad, die heute in Deutschland lebt, ist
Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen für Opfer des
Menschenhandels, war selbst Missbrauchsopfer und betroffen von den
eklatanten Menschenrechtsverletzungen des sogenannten Islamischen
Staates (IS). Sie setzt sich für die Aufarbeitung der Verbrechen und
die Strafverfolgung der IS-Schergen ein, die seit dem Sommer 2014
tausende jesidische Frauen und Mädchen systematisch vergewaltigt,
verschleppt und getötet haben.

Nadia Murads Mut und ihre Kraft verdienen unseren höchsten Respekt
und unsere Unterstützung. Sie hat die Hölle erlebt und setzt sich
heute für andere ein – dieser Einsatz einer starken Frau berührt. Die
UN-Sonderbotschafterin war immer wieder Gast der CDU/CSU-Fraktion, um
die notwendige Unterstützung für die Jesiden nach dem Genozid
einzufordern. Die Auszeichnung Nadia Murads mit dem
Friedensnobelpreis ist zugleich eine Aufforderung an die
Staatengemeinschaft, alles zu tun, um die noch heute über 3.000
Frauen in IS-Gefangenschaft freizubekommen und die Täter vor einem
internationalen Gericht zur Verantwortung zu ziehen.

Denis Mukwege operiert als Gynäkologe vergewaltigte Frauen im
Ostkongo und widmet sich als Arzt der Hilfe für Opfer sexueller
Gewalt. Aufgrund seines Engagements wurde er im Kongo mit dem Tode
bedroht und kehrte trotz allem an den Ort zurück, wo er den
vergewaltigten Frauen helfen kann. Ihm gilt gleichfalls unsere größte
Anerkennung für seine unermüdliche ärztliche Arbeit und dafür, dass
er unter Einsatz seines Lebens die Straflosigkeit von
Massenvergewaltigungen immer wieder anprangert.

Die Auszeichnungen für Nadia Murad und Denis Mukwege sind ein
Hilfeschrei und eine Aufforderung, nicht länger wegzuschauen.
Vergewaltigung als Kriegswaffe muss wirksam bekämpft, die Täter
müssen endlich zur Rechenschaft gezogen werden.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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