Bundesregierung soll Pflegekräfte im Ausland selbst anwerben / bpa fordert auf hessischem Fachkongress Pflege eigenes Anwerbeprogramm des Bundes in Drittstaaten

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Der Bundesverband privater Anbieter sozialer
Dienste e.V. (bpa) verlangt von der Bundesregierung, aktiv
internationale Pflegekräfte anzuwerben: „Arbeits- und
Gesundheitsministerium müssen direkt in Drittstaaten mit einer
positiven demografischen Entwicklung gehen und dort Pflegekräfte
anwerben. Mit einem Zuwanderungsgesetz oder mit Erleichterungen für
die Anerkennung ist es längst nicht mehr getan“, so bpa-Präsident
Bernd Meurer auf dem 7. hessischen bpa-Fachkongress Pflege in Bad
Homburg. „Es fehlen deutlich mehr als 50.000 Pflegekräfte und die
Zahl der Pflegebedürftigen steigt rasant weiter an. Jetzt ist für die
Bundesregierung die Zeit gekommen, selbst Pflegekräfte anzuwerben und
damit spürbar zur Lösung dieses drängenden gesellschaftlichen
Problems beizutragen.“

Was in den 60er-Jahren für die Automobilindustrie getan worden
sei, müsse auch für die Pflegebedürftigen möglich sein, so Meurer:
„Wie damals soll die Bundesregierung wieder mit eigenen Ausbildungs-
und Anwerbecentern in Drittstaaten mit einem hohen jungen
Bevölkerungsanteil gehen.“

Mit der Diskussion über allgemeinverbindliche Tarifverträge in der
Pflege springe die Politik zu kurz, betonte der Präsident des bpa
Arbeitgeberverbandes Rainer Brüderle. „Die soziale Marktwirtschaft
wirkt und hat die Löhne in der Pflege zuletzt doppelt so stark
ansteigen lassen wie im Durchschnitt der deutschen Wirtschaft.
Pflegeunternehmen brauchen Gestaltungsfreiheit, um die von
Pflegebedürftigen sowie deren Familien dringend benötigten
zusätzlichen Kapazitäten zu schaffen.“

Die meist mittelständischen Mitgliedsunternehmen zeigten beim
Fachkongress in Vorträgen und Workshops, wie aktiv sie seit Jahren
für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege tätig sind. „Wir haben
durch innovative Konzepte zur Kinderbetreuung, zu Fortbildungen oder
Dienstplangestaltungen längst auch aus eigenem Interesse ein
attraktives Umfeld für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
geschaffen“, so der hessische bpa-Landesvorsitzende Jochen
Rindfleisch-Jantzon. „Der Beruf ist attraktiv, sonst wären nicht
zuletzt 100.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen
und besetzt worden.“

Der dennoch weiterhin vorhandene Mangel an Fachkräften bremse aber
das notwendige weitere Wachstum in der Pflege aus und sorge dafür,
dass betroffene Familien in Hessen vielfach auf eine verzweifelte
Suche nach einer ambulanten oder stationären Versorgung gehen
müssten.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
1.200 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Manfred Mauer, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 0611/341 07 90, www.bpa.de

Original-Content von: bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V., übermittelt durch news aktuell

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