Connemann: Weidetiere verdienen Schutz vor Wölfen

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Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes war überfällig

Der Bundesrat hat am heutigen Freitag die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes
beschlossen. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann:

“Unser Druck hat sich gelohnt: Das Bundesnaturschutzgesetz wird endlich
geändert. Die Zustimmung des Bundesrates war längst überfällig.

Die Ausbreitung der Wölfe in Deutschland ist Realität. Die Zahl der gemeldeten
Rudel steigt dramatisch an – und damit auch die Anzahl der Übergriffe und Risse
von Ziegen, Lämmern, Rindern, Fohlen und Gatterwild.

In den betroffenen Gebieten sorgt der Wolf für Angst. Denn der Wolf ist ein
Raubtier. Aber auch wirtschaftliche Aspekte sind von großer Bedeutung: Selbst in
wolfsärmeren Gebieten verlieren Schäfer Hunderte von Tieren. Die Wolfsrisse
bedrohen inzwischen Existenzen. Schäfereien müssen aufgeben.

Dies hat Folgen für unsere Kulturlandschaften – z.B. für unsere Deiche. Gerade
Deiche müssen zwingend beweidet werden, wenn ihre Funktion erhalten bleiben
soll. Deshalb bleiben wir bei unserer Forderung: Deutschland braucht auch
wolfsfreie Zonen neben Wolfsschutzgebieten und Wolfsmanagementgebieten.

Der Schutz des Wolfes ist uns ebenfalls wichtig, aber er muss Grenzen haben,
vorneweg dort, wo Menschen bedroht sind. Für uns steht die Sicherheit der
Menschen an erster Stelle. In dicht besiedelten und wirtschaftlich genutzten
Arealen ist keine konfliktfreie Koexistenz mit dem Wolf möglich. Für
Wolfsromantik hat dort aus gutem Grund niemand Verständnis. Es ist auch keinem
Bürger zu vermitteln, dass die Förderung des Herdenschutzes wegen eines inzigen
Problemwolfs in Niedersachsen bereits 1,25 Millionen Euro zusätzlich
verschlungen hat.

Für uns ist Tierschutz nicht teilbar: Weidetiere haben auch ein Recht auf
Tierschutz. Deshalb brauchen wir eine Bestandsregulierung. Das geht nur mit
einer weitergehenden Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes als der heutigen,
insbesondere in Regionen mit einer besonders hohen Wolfspopulation. Europa gibt
uns dazu die Möglichkeit an die Hand. Andere Mitgliedstaaten nutzen sie bereits.

Deshalb fordern wir nach wie vor, die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU eins
zu eins umzusetzen. Damit würde ein gemäßigtes, behördlich kontrolliertes
Bestandsmanagement möglich. Von einer Gefährdung der Wolfsbestände kann nämlich
keine Rede sein. Im Gegenteil: Ohne Regulierung wird die Zahl der Wölfe in den
nächsten Jahren überhandnehmen. Heute ist der erste Schritt getan. Weitere
müssen folgen.”

Pressekontakt:

CDU/CSU – Bundestagsfraktion
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Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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