Coronakrise: ARD baut Hilfe für Kreativ- und Produzentenwirtschaft aus

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Die ARD erweitert ihre Unterstützungsangebote für die deutsche Kreativ- und Produzentenlandschaft während der Coronakrise. Bereits am 17.3.2020 hatten die Intendantinnen und Intendanten der ARD-Landesrundfunkanstalten und die ARD Degeto zugesagt, bei Produktionen Corona-bedingte Mehrkosten anteilig zu übernehmen. Dies gilt befristet für alle Auftragsproduktionen mit geplantem Drehbeginn bis einschließlich 30.04.2020, die ihren Dreh nicht fortsetzen oder nicht wie geplant beginnen können. Mehrkosten werden nach Einzelfallprüfung mit fünfzig Prozent anerkannt. Diese Zusage gilt nun auch für die Mehrkosten, die den Produzentinnen und Produzenten durch die tariflich festgelegte Aufstockung der Gagen entstehen. Damit reagiert die ARD auf den Kurzarbeits-Tarifvertrag, der zwischen Produzentenallianz, ver.di und dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) geschlossen wurde.

Außerdem wollen die ARD-Anstalten und die ARD Degeto die Produzentinnen und Produzenten mit konkreten Liquiditätshilfen unterstützen. Durch einen Antrag können Abschlagszahlungen auf anstehende Vertragsraten wie den Drehstart vereinbart werden. Voraussetzung ist , dass eine durch CORONA/COVID-19 begründete Drehunterbrechung bzw. -verschiebung vorliegt. Durch diese Liquiditätshilfe steht die ARD auch in Zeiten von Corona nicht nur an der Seite von Produzenten, sondern unterstützt damit auch die Drehbuchautorinnen und -autoren, die damit ihr vollständiges Honorar erhalten, auch wenn es zu Drehverschiebungen kommt. Zudem werden die Stoffentwicklung und Drehbuchgespräche intensiv fortgeführt und die entsprechenden Verträge auf den Weg gebracht.

ARD-Vorsitzender Tom Buhrow (WDR):

„Die ARD begrüßt, dass durch diesen zusätzlichen Tarifvertrag nun eine erleichterte Möglichkeit für Produzentinnen und Produzenten zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld geschaffen wurde. Zugleich werden dadurch auf Produktionsdauer Beschäftigte vor wirtschaftlichen Härten bewahrt und Beschäftigungssicherheit gewährleistet. Das sind positive Nachrichten für die deutsche Filmwirtschaft und ein gutes Signal an die Film- und Fernsehschaffenden.“

ARD-Filmintendantin Karola Wille (MDR):

„Wir stehen im ständigen und vertrauensvollen Austausch mit den Verbänden. Darüber hinaus sind in allen Landesrundfunkanstalten der ARD und bei der ARD Degeto die Kolleginnen und Kollegen im Kontakt mit den betroffenen Produzierenden, um in Anbetracht der aktuellen Lage gemeinsam geeignete Lösungen zu finden. Dabei gehen wir bei all diesen Maßnahmen mit den uns anvertrauten Geldern der Bürgerinnen und Bürger sorgsam um und kümmern uns darum, dass gerade jetzt und auch weiterhin zuverlässig gutes Programm entsteht.“

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