Der Arbeitsmarkt im September 2019 – Robuste Entwicklung trotz schwacher Konjunktur // BA-Presseinfo Nr. 31

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“Die konjunkturelle Schwächephase zeigt sich am
Arbeitsmarkt auch im September. Alles in allem ist der Arbeitsmarkt
aber weiterhin in einer robusten Verfassung. Arbeitslosigkeit und
Unterbeschäftigung haben im September abgenommen. Das
Beschäftigungswachstum hält an, verliert aber an Schwung, und die
Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern ging auf hohem
Niveau wiederholt zurück.”, sagte der Vorstandsvorsitzende der
Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der
monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Arbeitslosenzahl im September: -85.000 auf 2.234.000

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -22.000

Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,2 Prozentpunkte auf 4,9
Prozent

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Mit der üblichen Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit von
August auf September um 85.000 auf 2.234.000 gesunken und die
Arbeitslosenquote ging um 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent zurück.
Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den September ein
Minus von 10.000 Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat errechnet.
Dieser Rückgang ist allein auf die Entwicklung im Bereich der
Grundsicherung zurückzuführen. In der konjunkturnäheren
Arbeitslosenversicherung gab es erneut saisonbereinigte Zunahmen.
Gegenüber dem Vorjahr waren insgesamt 22.000 Menschen weniger
arbeitslos gemeldet und die Arbeitslosenquote hat sich um 0,1
Prozentpunkte verringert. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom
Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im
Juli auf 3,2 Prozent.

Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der
Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit
berücksichtigt, ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat ebenfalls
leicht um 4.000 gesunken. Insgesamt belief sich die
Unterbeschäftigung im September 2019 auf 3.152.000 Personen. Das
waren 19.000 weniger als vor einem Jahr.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
sind weiter gestiegen, allerdings nicht mehr so stark wie im
vergangenen Jahr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich
die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im August
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 10.000 erhöht. Mit 45,30
Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 höher
aus. Treiber hierfür war der Zuwachs bei der
sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese ist im Vergleich
zum Vorjahr um 510.000 gestiegen. Insgesamt waren im Juli nach
hochgerechneten Angaben der BA 33,35 Millionen Menschen
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Saisonbereinigt ergibt sich
von Juni auf Juli ein Anstieg von 46.000.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich auf hohem
Niveau, gibt aber weiter nach. Im September waren 787.000
Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 47.000 weniger als vor einem
Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten
Arbeitsstellen um 9.000 Stellen verringert. Der Stellenindex der BA
(BA X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in
Deutschland – sank im September 2019 um 3 Punkte auf 238 Punkte. Er
liegt damit 19 Punkte unter dem Vorjahreswert.

Geldleistungen

731.000 Personen erhielten im September 2019 Arbeitslosengeld,
64.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen
Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB
II) lag im September bei 3.839.000. Gegenüber September 2018 war dies
ein Rückgang von 219.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland
lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Den ausführlichen Monatsbericht finden Sie im Internet unter
https://statistik.arbeitsagentur.de.

Weitere Informationen finden Sie im Mediendienst der Bundesagentur
für Arbeit.

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Pressekontakt:
Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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