Der Tagesspiegel: Berliner Senatorin Breitenbach erntet Kritik für Deutsche-Wohnen-Tweet

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Elke Breitenbach, Berlins Senatorin für
Integration, Arbeit und Soziales, hat am Wochenende mit einer
Twitter-Nachricht den Unmut von Aktionärsschützern provoziert. Die
Politikerin der Linken hatte einen Tweet des Journalisten Martin
Kröger („Neues Deutschland“) weiterverbreitet. Der hatte am Freitag
den Kursverlauf der Deutsche-Wohnen-Aktie gezeigt, versehen mit dem
Hinweis, dass deren Wert am Freitag erneut um mehr als sechs Prozent
eingebrochen war. Als Grund für den Absturz gilt eine Warnung der
US-Investmentbank Morgan Stanley, die auf die Nachricht reagierte,
wonach Berlins Senat ein fünfjähriges Moratorium für
Mietpreissteigerungen plant.

Der Kurs der im Mdax gelisteten Deutsche Wohnen SE fiel vergangene
Woche von 42,03 auf 35,81 Euro. Der Börsenwert schrumpfte innerhalb
der fünf Tage um mehr als 2,2 Milliarden Euro, berichtet der
„Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe). Am Dienstag (18. Juni) findet in
Frankfurt die Hauptversammlung des Unternehmens statt. „Es ist eine
Frechheit, dass eine Senatorin, deren Entscheidungen Einfluss auf ein
Unternehmen hat, per Twitter in den Markt eingreift“, sagte Michael
Kunert, von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) dem
„Tagesspiegel“. Er wolle Breitenbach nicht unterstellen, dass sie
hier Insiderhandel zum persönlichen Vorteil betrieben hat. „Aber es
ist eigentlich der klassische Fall, der eine Untersuchung der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auslöst“, erklärte
der Aktionärsschützer. In jedem Fall solle der Regierende
Bürgermeister Michael Müller (SPD) Breitenbachs Verhalten öffentlich
rügen.

Regina Kneiding, die Sprecherin von Breitenbachs Senatsverwaltung,
teilte am Montag auf Anfrage mit, dass es sich bei dem Account
@ElkeBreitenbach um einen privaten Kommunikationskanal handele.

Link: https://www.tagesspiegel.de/berlin/kurssturz-der-deutsche-wo
hnen-aktie-die-stille-freude-der-berliner-sozialsenatorin/24441306.ht
ml

Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chefin vom Dienst
Patricia Wolf
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd@tagesspiegel.de
 

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