EKD-Finanzen: „Veränderungen stehen an“/ 216 Millionen Euro stehen für EKD-Aufgaben zur Verfügung

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Die in Würzburg tagende Synode der Evangelischen
Kirche in Deutschland (EKD) hat sich am 12. November 2018 in erster
Lesung mit dem Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 befasst. Wichtigste
Finanzierungsquelle ist die von den Landeskirchen aufzubringende
Allgemeine Umlage. Diese steigt um 4 Prozent auf 94,5 Millionen Euro
an. Darin schlägt sich die weiterhin noch positive
Kirchensteuerentwicklung der Landeskirchen in den vergangenen drei
Jahren nieder, erläuterte Ratsmitglied Andreas Barner, der den
Haushaltsentwurf in die Synode einbrachte. Barner unterstrich in
seiner Rede vor den EKD-Synodalen: „Die finanzielle Lage der EKD ist
derzeit immer noch gut. Das verschafft Luft, die mittelfristige
Ausrichtung unserer Kirche zu planen und dafür notwendige Maßnahmen
umzusetzen.“ Für 2019 sieht der Haushaltsentwurf mit 216 Millionen
Euro ordentliche Aufwendungen in vergleichbarer Höhe zum Vorjahr vor.
Die EKD hat entschieden, zusätzlich rund 1 Million Euro aus
Rücklagenmitteln als Finanz-Rahmen für die Umsetzung des jüngsten
Maßnahmenpaketes „Aufarbeitung und Prävention von sexualisierter
Gewalt in der evangelischen Kirche“ bereitzustellen.

Zu den langfristigen Perspektiven der Kirchenfinanzen hielt
Andreas Barner fest: „Ein deutlicher Rückgang der
Kirchensteuereinnahmen schon bis zum Ende der kommenden Dekade ist in
hohem Maße wahrscheinlich. Deutliche Veränderungen stehen an. Darauf
müssen wir uns vorbereiten. Wir werden intensiver als bisher
Prioritäten und Posterioritäten diskutieren müssen.“ Die EKD hat das
Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg mit
Prognoserechnungen bis zum Jahr 2060 beauftragt. Diese sind derzeit
in Erarbeitung und werden der EKD-Synode auf ihrer Tagung im Herbst
2019 präsentiert.

Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Friedrich Vogelbusch,
wies in seiner Rede vor der Synode auf die zahlreichen aus dem
EKD-Fonds zur Hilfe und Unterstützung von Geflüchteten geförderten
Projekte hin: „Die EKD hat von Anfang 2016 bis heute für 66
beantragte Projekte 5,92 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit
sind 98,6 Prozent der insgesamt für den Sonderfonds bereitgestellten
Haushaltsmittel verwendet worden.“ Vogelbusch weiter: „Die
Haushaltsentscheidungen der Synode haben hier ganz konkret ihre
segensreiche Wirkung gezeigt. Leben wurde gerettet, neue
Lebensanfänge ermöglicht und Hilfe vor Ort geleistet. Ich bin
außerordentlich dankbar für diese Initiative unserer Synode.“
Vogelbusch zeigte sich ferner erfreut über das Vorhaben des Bundes,
kirchliche Baumaßnahmen in Jerusalem deutlich unterstützen zu wollen.

Die vielfältigen Aufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland
und ihrer 20 Landeskirchen mit rund 13.900 Kirchengemeinden
verursachen Aufwände von knapp 12,3 Milliarden Euro jährlich. Die
großen christlichen Kirchen sind eine tragende Säule des deutschen
Sozialstaates. Beispielsweise ist jede dritte Kita in Deutschland in
christlicher Trägerschaft. Dort, wo die Kirche im Rahmen des
Subsidiaritätsprinzips gesellschaftliche Aufgaben übernimmt, erhält
sie auch öffentliche Mittel zur Finanzierung dieser Aufgaben.
Wichtigste Einnahmequelle bleibt die Kirchensteuer. Diese lag im Jahr
2017 bei 5,6 Milliarden Euro.

Würzburg, 12. November 2018

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

Über die Synode der EKD: Die Synode der EKD ist neben Rat und
Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Sie tagt vom
11. bis 14. November in Würzburg. Nach der Grundordnung der EKD
besteht die 12. Synode aus 120 Mitgliedern. Zu den Aufgaben der
Synode zählen die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschlüssen zu
Fragen der Zeit sowie die Begleitung der Arbeit des Rates der EKD
durch Richtlinien. Die Synode berät und beschließt aber auch den
Haushalt und die Kirchengesetze. Geleitet wird die Synode vom
Präsidium unter dem Vorsitz von Präses Irmgard Schwaetzer. Sie ist
zugleich Mitglied des 15-köpfigen Rates der EKD. Vorsitzender des
Rates der EKD ist Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Die EKD ist
die Gemeinschaft von 20 lutherischen, reformierten und unierten
Landeskirchen. 21,5 Millionen evangelische Christinnen und Christen
in Deutschland gehören zu einer der 13.900 Kirchengemeinden.

Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD Evangelische Kirche in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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