Entwicklungspolitik-Verband: Flüchtlingshilfe Mare Nostrum wieder auflegen

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Vor dem G7-Dialogforum mit Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU) fordert der Bundesverband entwicklungspolitischer und
humanitärer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) mehr finanzielle
Unterstützung für die Rettung von Flüchtlingen. „Eine Initiative wie
Mare Nostrum muss wieder aufgelegt werden“, sagte der
Vorstandsvorsitzende Bernd Bornhorst im phoenix-Interview. Die
Italiener dürften auch nicht allein gelassen werden mit der
Finanzierung. Grundsätzlich müssten die Menschen in den
Entwicklungsländern vor Ort gestärkt werden, etwa im Bereich
Ernährung und Infrastruktur. Zusätzlich brauche man eine Diplomatie,
die die Staaten dort in die Pflicht nehme. „Letztendlich ist das die
Frage, ob wir das wirklich ernst nehmen, ob uns das Schicksal der
Menschen am Herzen liegt, oder ob es uns immer nur dann wichtig wird,
wenn wir wie heute so eine Katastrophe zu beklagen haben.“

Zugleich meldete Bornhorst gewisse Zweifel an, dass der G7-Gipfel
positive Folgen für die armen und hungernden Menschen in der Welt
habe. „Vieles, was da um Worte gerungen und Gipfeldiplomatie
betrieben wird, ist doch sehr weltfremd und langsam im Vergleich zu
der Zerstörungsdynamik, die wir in der Welt erleben.“

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