„EU und China brauchen einander mehr als je zuvor“ / Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zu Gast beim „Hamburg Summit“ in der Handelskammer

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Beim Abschlussmittagessen des sechsten „Hamburg Summit: China
meets Europe“, der am 10. und 11. Oktober 2014 in der Handelskammer
stattfand, betonte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in
Anwesenheit des chinesischen Ministerpräsident Li Keqiang und vier
seiner Minister die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
zwischen der Volksrepublik und Europa: „Chinas weltweiter Einfluss
ist enorm gewachsen und mit ihm das Potenzial für eine ergiebige
Partnerschaft mit der Europäischen Union. Die Finanzkrise hat
gezeigt, wie abhängig wir voneinander sind und wie wichtig damit eine
internationale Zusammenarbeit ist. Die EU und China brauchen einander
heute mehr als je zuvor.“

Bundesaußenminister Steinmeier würdigte die Konferenz: „Der
–Hamburg Summit– ist eine ganz wichtige deutsch-chinesische Plattform
für Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Hier
werden Gedanken entwickelt und Kontakte geknüpft, um das deutsch-
chinesische Verhältnis noch fruchtbarer zu gestalten. Hamburg steht
wie kaum ein anderer Ort für Chinas Beziehungen zu Deutschland und
Europa.“ Das passe gut zu dem deutsch-chinesischen Aktionsrahmen
„Innovation gemeinsam gestalten“, der sich nicht nur um Forschung,
Technologie und Wirtschaft drehe, „er nimmt auch ein modernes
Bildungs- und Sozialsystem und einen funktionierenden Rechtsstaat in
den Blick“.

Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg, zog am
Schluss der Konferenz ein sehr positives Fazit: „Nach den zahlreichen
Gesprächen und Diskussionen auf unserer Konferenz bin ich sicher,
dass China die 2013 beschlossenen einschneidenden und schmerzhaften
Wirtschaftsreformen angehen und gestärkt daraus hervorgehen wird.“
Weiter plädierte er dafür, sich auf allen Ebenen für ein besseres
gegenseitiges Verständnis und ein belastbares Vertrauensverhältnis
einzusetzen. „China und Europa haben in wirtschaftlichen Aspekten
viel gemeinsam. Daher sollten China und Europa sich zusammen für die
Fortentwicklung einer offenen, multilateralen, regelbasierten
globalen Wirtschafts- und Handelsordnung einsetzen.“ Präses
Melsheimer dankte dem chinesischen Ministerpräsidenten für seinen
Besuch und wertete diesen als besondere Würdigung des „Hamburg
Summit“, der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal und mit einer
Rekordbeteiligung von über 600 Teilnehmern stattfand.

In seiner Rede am Vortag begrüßte EU-Handelskommissar Karel De
Gucht die Reformbemühungen der chinesischen Regierung ausdrücklich:
„Wir freuen uns über die weitere Marktöffnung für ausländische
Direktinvestitionen, insbesondere im Dienstleistungsbereich!“ Auch
lobte er das neue Bekenntnis Chinas zur entscheidenden Rolle des
Marktes für ihre Wirtschaft. Tiefgreifende Veränderungen seien nicht
einfach, so De Gucht weiter. Die Unterstützung Europas auf diesem Weg
sei China und seiner Bevölkerung aber sicher. Mit Blick auf Europa
rief De Gucht dazu auf, sich entgegen den momentanen populistischen
Strömungen weiter für offene Märkte einzusetzen, denn nur durch
internationalen Handel und Investitionen könne Europas Wirtschaft
wieder in Schwung kommen.

Weitere aktuelle Meldungen, Hintergrundinformationen und
Bildmaterial zum „Hamburg Summit: China meets Europe“ 2014 finden
sich unter www.hamburg-summit.com sowie bei
www.twitter.com/HamburgSummit.

Pressekontakt:
Dr. Jörn Arfs, Stabsbereich Kommunikation Handelskammer Hamburg,
Tel.: 040-36138-301, Fax: 040 36138-460, E-Mail: joern.arfs@hk24.de,
www.hk24.de

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