Frankfurter Rundschau: Alarm bei den US-Demokraten

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Der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg ist
nicht irgendein Spinner, der vom Weißen Haus träumt. Der erfolgreiche
Unternehmer genießt Ansehen weit über die Parteigrenzen hinaus und verfügt über
beinahe unbegrenzte finanzielle Mittel für eine mögliche Kampagne. Vor allem
aber ist Bloombergs Auftritt ein Alarmsignal. Zwar hat sich mit dem moderaten
Ex-Vizepräsident Joe Biden, der linken Senatorin Elizabeth Warren und dem noch
linkeren Senator Bernie Sanders ein solides Spitzentrio im Bewerberfeld
herausgebildet. Doch immer größer werden die Zweifel vieler Demokraten, ob einer
dieser Politiker den Amtsinhaber Trump schlagen kann. Offenbar hält Bloomberg
die Defizite der Demokraten für dramatisch. Noch im März hatte er eine
Kandidatur abgelehnt. Tritt er an, wäre das ein Misstrauensvotum gegen Biden,
mit dem er um die Wähler der Mitte streitet. Ob ein 77-jähriger Multimilliardär
aber die Parteibasis für sich begeistern könnte, steht auf einem anderen Blatt.

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Frankfurter Rundschau
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