Greenpeace-Aktivisten protestieren mit Performance auf schmutzigster deutscher Straße / Vor Urteil zu Fahrverboten: Umweltschützer fordern saubere Luft in Städten

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Gegen gesundheitsschädliche Dieselabgase
demonstrieren 40 Greenpeace-Aktivisten heute mit einer Performance
auf Deutschlands schmutzigster Straße, dem Neckartor in Stuttgart. In
weißen Ganzkörperanzügen stellen sie symbolisch auf zwei der sechs
Fahrspuren eine Gruppe Atemwegserkrankter dar, die vor schmutziger
Stadtluft flieht. Die Flüchtenden husten und ringen um Luft, bis
Sauerstoffmasken sie wieder atmen lassen. Die Aktivisten fordern auf
Schildern „Saubere Luft ist unser Recht“ und „Lasst uns Luft zum
Atmen“. An diesem Donnerstag wird ein Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu drohenden Fahrverboten für
Diesel-Pkw erwartet. „Die Bundesregierung drückt sich davor,
schmutzige Autos aus Innenstädten fern zu halten. Deswegen müssen
jetzt Richter entscheiden, wie Menschen vor giftigen Autoabgasen
geschützt werden“, sagt Niklas Schinerl, Verkehrsexperte von
Greenpeace. „Nur mit Fahrbeschränkungen wird sich die Luft in den
Städten schnell genug verbessern. Es ist Aufgabe der nächsten
Bundesregierung, den Autofahrern endlich Klarheit zu verschaffen.“

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet am Donnerstag, ob Städte
mit besonders hoher Stickoxid-Belastung Fahrverbote für Diesel-Pkw
verhängen können. In etwa 70 deutschen Städten wurde auch im
vergangenen Jahr der EU-Grenzwert für das hauptsächlich aus
Diesel-Pkw stammende Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) überschritten.
Weil die Bundesregierung keine Lösung für dieses seit Jahren
bestehende Problem parat hat, droht Deutschland eine Klage vor dem
Europäischen Gerichtshof und potenziell hohe Strafzahlungen.
Kurzfristig senken lassen sich die zu hohen NO2-Konzentrationen nur,
wenn Diesel-Pkw die Zufahrt verwehrt wird. Dies hat ein Gutachten des
Verkehrsministeriums Baden-Württemberg für Stuttgart bereits im Jahr
2016 festgestellt.

NO2 erhöht Risiko für Asthma und Lungenkrebs

Die Gesundheitsrisiken durch Stickoxide vor allem für Kinder
wurden in mehreren Studien nachgewiesen. Bereits ein um zehn
Mikrogramm erhöhter Wert steigert die Wahrscheinlichkeit für ein
Kind, an Asthma zu erkranken, um 15 Prozent. Am Neckartor wurde der
EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im vergangenen
Jahr um mehr als 30 Mikrogramm überschritten. Auch in Dutzenden
anderen Städten liegen die Belastungen deutlich über dem Grenzwert.

Pressekontakt:

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte vor Ort an Niklas Schinerl,
Tel. 0151 6282 0237, oder Pressesprecherin Cornelia Deppe-Burghardt,
Tel. 0151 1453 3087. Fotos unter Tel. 0174 1313 323, Videomaterial
unter Tel. 0175 589 1718. Mehr Infos im Internet: www.greenpeace.de.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618340, E-Mail
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Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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