iga.Report 40: So können Betriebe Gesundheitsangebote besonders wirksam umsetzen

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Rauchentwöhnung, Programme für gesunde Ernährung,
Arbeitssicherheit, verändertes Sitzverhalten in den Büroräumen oder gegen
Bewegungsmangel – Unternehmen können viele Maßnahmen ergreifen, um die
Gesundheit ihrer Beschäftigten zu erhalten und Unfällen und arbeitsbedingten
Erkrankungen vorzubeugen. Wie wirksam sie tatsächlich sind, belegt der neue
Report der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) auf der Basis von 100
wissenschaftlichen Studien. Wer Betriebe davon überzeugen will, in präventive
Maßnahmen zu investieren, benötigt belastbare Nachweise, dass sich diese
Investitionen auch lohnen. Bereits seit 2003 wertet iga deshalb regelmäßig die
wissenschaftliche Literatur hinsichtlich der Frage aus, ob sich Maßnahmen der
betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention positiv auf die Gesundheit der
Beschäftigten und den Unternehmenserfolg auswirken.

Der aktuelle Report kommt zu dem Ergebnis: Besonders effektiv sind die Angebote
immer dann, wenn sie mehrere gesundheitliche Problemfelder abdecken. Werden
beispielsweise Sportprogramme regelmäßig im Unternehmen durchgeführt, verringern
sich die krankheitsbedingten Fehltage. Kombiniert mit einer zusätzlichen
Ernährungsberatung beugt man außerdem einer Gewichtszunahme vor. Um Stress bei
der Arbeit anzugehen, greifen Betriebe inzwischen häufig auf technische Angebote
zurück, zum Beispiel Apps. Der Nachteil ist, dass internet-gestützte Maßnahmen
sehr oft und schnell abgebrochen werden. Erfolgreicher sind persönliche
Beratungen, vor allem bei der Reduktion von arbeitsbezogenem Stress. Unbedingt,
so die Autoren des Reports, ist Fachpersonal bei der Planung und Umsetzung von
Maßnahmen einzubeziehen.

Bei der Rauchentwöhnung sind die Erfolge der Entwöhnungsprogramme im
betrieblichen Setting besonders hoch. Voraussetzung ist dabei allerdings, dass
die Beschäftigten aus eigenem Antrieb mit dem Rauchen aufhören wollen. Sinnvoll
sind betriebliche Angebote wie Gruppen- oder Einzeltherapien, gekoppelt mit
medikamentösen Behandlungen, zum Beispiel mit Nikotinpflaster.

In puncto Arbeitsunfälle haben sich Arbeitsschutztrainings als sehr wirksam
erwiesen. In Verbindung mit Schutzkleidung und anderen sicheren Arbeitsmitteln
können Unfälle reduziert werden. Hinweise finden sich branchenübergreifend auch
für einen längerfristigen Rückgang des Verletzungsrisikos aufgrund von
Inspektionen. Um Erkrankungen durch Bewegungsmangel vorzubeugen, können aktive
Arbeitsplatzstationen wie höhenverstellbare Schreibtische oder
Laufbandschreibtische helfen. Die Einführung sollte mit Beratung der
Beschäftigten einhergehen, damit Sitzzeiten auch wirklich verkürzt werden.

Der iga.Report 40 gibt den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur
Wirksamkeit der arbeitsweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention für die
Jahre 2012 bis 2018 wieder. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich das
Themenspektrum deutlich verschoben. Stress und psychische Störungen
kristallisierten sich als das am besten untersuchte Themenfeld heraus. Einen
neuen Forschungsschwerpunkt bildet das Thema Sitzverhalten. Mit
Muskel-Skelett-Erkrankungen haben sich nur wenige Studien beschäftigt. Die
Ergebnisse des Reports sind in den ersten Präventionsbericht der Nationalen
Präventionskonferenz (NPK) eingeflossen, der am 25. Juni 2019 veröffentlicht
wurde. Der Report besteht aus zwei Teilen, einem Hauptteil und einem Steckbrief.
Beide gibt es kostenlos im Internet unter:
https://www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte/igareport-40/

Die Initiative Gesundheit und Arbeit

In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und
Unfallversicherung zusammen. Ziel der Initiative ist es, die Gesundheit im
Arbeitsleben zu fördern. iga ist eine Kooperation von BKK Dachverband e. V., der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek).

PRESSEKONTAKTE:

Andrea Röder, BKK Dachverband e.V.
Telefon: 030/2700406-302, E-Mail: andrea.roeder@bkk-dv.de

Stefan Boltz, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Telefon: 030/13001-1410, E-Mail: stefan.boltz@dguv.de

Michael Bernatek, AOK-Bundesverband
Telefon: 030/34646-2655, E-Mail: michael.bernatek@bv.aok.de

Michaela Gottfried, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Telefon: 030/26931-1200, E-Mail: michaela.gottfried@vdek.com

Dr. Dirk von der Heide, Deutsche Rentenversicherung Bund
Telefon: 030/865-89178, E-Mail: dirk.heide@drv-bund.de

Original-Content von: IGA Initiative Gesundheit und Arbeit, übermittelt durch news aktuell

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