Internationale Konferenz in Berlin / Parlamentarier fordern von G7-Regierungen mehr Engagement für Mädchen und Frauen

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Sperrfrist: 17.04.2015 17:00
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„Investitionen in Sexualaufklärung und Verhütung entscheidend für
wirtschaftliche Entwicklung“ Rund 90 Abgeordnete aus aller Welt
appellierten heute bei einer internationalen Konferenz in Berlin an
die G7-Regierungen, sich politisch und finanziell stärker für Mädchen
und Frauen zu engagieren. „Insbesondere Mädchen in
Entwicklungsländern sind noch immer stark benachteiligt: Unter
anderem fehlt es ihnen an Bildungschancen, am Zugang zum
Arbeitsmarkt, an Gesundheitsversorgung und Verhütungsmöglichkeiten,
zudem sind sie häufig sexueller Gewalt ausgesetzt“, erklärt Frank
Heinrich, MdB, Sprecher des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung
und Entwicklung. „Wir Abgeordnete wollen diese massiven
Menschenrechtsverletzungen nicht länger hinnehmen und appellieren
daher an die G7-Regierungen, ihren Beitrag zur Beseitigung dieser
Missstände zu leisten.“ Konkret fordern die Abgeordneten unter
anderem, Genitalverstümmelung zu beenden, das Mindestheiratsalter auf
18 Jahre anzuheben sowie allen Mädchen und Frauen Zugang zu
Aufklärung und Familienplanung zu ermöglichen.

Höchste Zeit zu handeln

„Die internationale Gemeinschaft hat sich verpflichtet, allen
Menschen Zugang zu Aufklärung und Verhütung zu ermöglichen“, sagt
Jenny Tonge, Präsidentin des Europäischen Parlamentarier-Forums für
Bevölkerung und Entwicklung. „Von diesem Ziel sind wir meilenweit
entfernt. In Entwicklungsländern haben noch immer mehr als 220
Millionen Frauen, die verhüten möchten, keinen Zugang zu modernen
Kontrazeptiva. Es ist höchste Zeit, dass Regierungen weltweit die
finanziellen Mittel bereitstellen, um dies zu ändern.“

Investitionen lohnen sich

„Investitionen in Sexualaufklärung und Verhütung sind nicht nur
menschenrechtlich geboten, sondern zählen zugleich zu den
effektivsten entwicklungspolitischen Investitionen“, betont Renate
Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. „Beim G7-Gipfel
in Deutschland wird die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ein
wichtiges Thema sein. Damit diese Stärkung gelingen kann, brauchen
Mädchen und Frauen eine umfassende Gesundheitsversorgung inklusive
Aufklärung und Familienplanung. Nur dann können sie ein
selbstbestimmtes und produktives Leben führen. Deshalb ist es
wichtig, dass die G7-Regierungen eine neue Initiative zur Frauen- und
Mädchengesundheit starten.“

Über die Konferenz

Auf der internationalen G7-Parlamentarierkonferenz „She matters –
empowering women and girls to lead self-determined, healthy, and
productive lives“ am 16. und 17. April in Berlin kamen etwa 170
Teilnehmer, vorwiegend Abgeordnete aus 50 Industrie- und
Entwicklungsländern zusammen, um Strategien zur Stärkung von Mädchen
und Frauen zu entwickeln. Das Abschlussdokument wird in den
G7-Prozess einfließen. Veranstaltet wurde die Konferenz vom
Parlamentarischen Beirat für Bevölkerung und Entwicklung gemeinsam
mit der Stiftung Weltbevölkerung und dem Europäischen
Parlamentarier-Forum für Bevölkerung und Entwicklung.

Weitere Informationen zur G7-Parlamentarierkonferenz finden Sie
unter www.she-matters.org

Dort finden Sie ab circa 18 Uhr auch das Abschlussdokument der
Konferenz.

Hinweis zum Pressetermin

Das Abschlussdokument wird um 17:45 Uhr an den deutschen G7-Sherpa
Lars-Hendrik Röller überreicht. Zu dem Termin im Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Stresemannstraße
92, sind Sie herzlich eingeladen.

Pressekontakt:
Ute Stallmeister
Pressesprecherin
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Göttinger Chaussee 115
30459 Hannover
Telefon: 0511 94373-31
E-Mail: ute.stallmeister@dsw.org
Internet: www.weltbevoelkerung.de

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