junge Welt: Oktoberfestanschlag – Regierung prüft Vorwürfe gegen BND

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Die Bundesregierung prüft Vorwürfe, der
Bundesnachrichtendienst (BND) sei in das Bombenattentat auf das
Münchner Oktoberfest im Jahre 1980 verwickelt gewesen. Das berichtet
die in Berlin erscheinende Tageszeitung »junge Welt« (Samstagausgabe)
unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine
Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.

Als Zeuge vor dem Luxemburger Kriminalgericht sowie in »junge
Welt« hatte der Duisburger Andreas Kramer behauptet, sein Vater
Johannes habe als Angehöriger des BND den Anschlag in München
organisiert, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen und über 200 teils
schwer verletzt wurden.

In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion erklärt
die Regierung, bisher seien keine Hinweise gefunden worden, »die die
Darlegungen des J. K. in Bezug auf die Tätigkeit seines Vaters, J. K.
bestätigen können.« Ungeachtet dessen würden die Vorwürfe weiter
untersucht. Darüber hinaus habe auch der Generalbundesanwalt (GBA)
»einen Prüfvorgang eingeleitet«.

Die Berichterstattung zu dem Luxemburger Prozeß werde von
Regierung und GBA verfolgt, heißt es weiter in der Antwort. »Darüber
hinaus geht der GBA den in der Tageszeitung junge Welt in der Ausgabe
vom 13. April 2013 in einem Interview getätigten Angaben des A. K. zu
den Hintergründen des Anschlags auf das Oktoberfest in München« nach.
Aus »kriminaltaktischen Erwägungen« würden dazu allerdings keine
weiteren Details preisgegeben.

Hinweis: junge Welt dokumentiert die Kleine Anfrage und die
Antwort der Bundesregierung im Wortlaut in der Samstagausgabe. Online
bereits ab Freitag abend: www.jungewelt.de

Pressekontakt:
junge Welt
Redaktion
Telefon: 030 / 53 63 55-0
redaktion@jungewelt.de

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